Hochzeitsmode im Blickpunkt / Viele Neugierige bei den Modenschauen

Die Farben bleiben, aber Formen ändern sich

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Das Interesse an den Modenschauen in Arendsee war groß. Freizeit-Models führten jeweils eine Stunde vor, was derzeit aktuell ist. Auf dem Foto präsentiert Angelika Potas ein Festkleid und Jan Kleemeier zeigt, was Man(n) so trägt.

Arendsee. Da sage noch einer, die Bereitschaft, sich Ringe anzustecken und ewige Treue zu schwören, sei nicht mehr zeitgemäß.

Hunderte Besucher, darunter auch Paare, die teilweise noch in diesem Jahr heiraten wollen, nutzten am Sonnabend die Hausmesse des Unternehmens Rehr, um sich über die neuesten Trends zu informieren. Vorweg: An den beliebtesten Farben des Brautkleides hat sich in den Jahren kaum etwas geändert. Weiß und Beige oder auch Champagner sind weiterhin die Modefarben schlechthin. Doch die Formen der Kleider haben sich geändert. Nicht, dass es das klassische weiße lange Kleid mit Schleier nicht mehr gibt – im Gegenteil. Aber die Bereitschaft der Hersteller, Unikate zu fertigen, lässt die Gefahr gegen Null sinken, dass sich zwei Bräute auf dem Standesamt in gleichem Kleid wiederfinden.

Die insgesamt drei Modenschauen waren sehr gut besucht – in der zweiten Runde saßen zahlreiche Männer, die mit ihrer Kamera das festhielten, was sie sich vielleicht bald als Hochzeitskleid für ihre Angebeteten wünschen. Leicht verschleierte Gesichter sorgten für Beachtung, aber auch die Frage, ob das Kleid durch ein sogenanntes Neck-Band gehalten werden muss oder nicht. Sehr freizügig oder streng verhüllt – für jede Dame war etwas dabei. Bis Größe 60 kann der Tag aller Tage zu einem besonderen Tag werden, unterstrich Moderatorin Beate Seibert aus Magdeburg. Das sei sicherlich nicht das Ziel, aber die Natur habe nun einmal die eine oder andere Dame etwas fülliger werden lassen, hieß es.

Auch die Männer bekamen gezeigt, was möglich ist. Das einzige männliche Model Jan Kleemeier musste sich sputen, immer wieder im neuen Look auf der Bühne zu erscheinen. Für ihn war es eine besondere Sache, konnte er sich doch schon einmal als Bräutigam zeigen – hinter den Kulissen, in der Garderobe, arbeitete seine Freundin Katrin Noffke, die er bald ehelichen möchte.

Festkleider gab es auch zu sehen. Vornehmlich in Blau, in Schwarz (auch das kleine Schwarze war dabei), aber auch in Rot waren die Kleider einfach zauberhaft.

Zu gewinnen gab es auch etwas. Zahlreiche Preise wurden verlost – unter den Paaren, die heiraten möchten. Der Hauptpreis, ein 500-Euro-Gutschein für ein Brautkleid nach Wahl, ging am Sonnabend nach Breese bei Wittenberge. Katharina Mewes und Martin Scheffel können sich darüber freuen.

Von Harry Güssefeld

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