Obere Etage des alten Gerätehauses wird Kommunikationszentrum

Ex-Kinderzimmer in Arendsee wird zum Büro

Noch im Bau – aber deutlich erkennbar: Der große Versammlungsraum im alten Gerätehaus.
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Noch im Bau – aber deutlich erkennbar: Der große Versammlungsraum im alten Gerätehaus.

Arendsee – Arendsees Ortswehrleiter Robert Katke ist längst aus dem alten Gerätehaus ausgezogen und kehrt dennoch zurück: In dem Kinderzimmer seiner Wohnung, die er einst bewohnte, wird sein neues Dienstzimmer eingerichtet.

Und nicht nur das: Die gesamte obere Etage des alten Hauses an der Bahnhofstraße wird zu einem modernen Kommunikationszentrum umgebaut.

Teile der alten Wohnung und der ehemalige kleine Versammlungssaal der Feuerwehr werden zu einem Multifunktionssaal – für Schulungen und auch Feiern, für Jahreshauptversammlungen und Dienstberatungen. „Wir haben dann viel Platz“, freute sich auch der oberste Brandschützer der Stadt, Bürgermeister Norman Klebe. Er ließ es sich gestern nicht nehmen, die AZ durch die Räumlichkeiten zu führen. Das einstige Wohnzimmer wird zum Stabszimmer umfunktioniert. Für große Schadenslagen, von dort aus sollen die Einsätze dann gelenkt werden. Entsprechende elektrische Einrichtungen sind vorgesehen.

Dann gibt es noch einen Raum für den Gerätewart und den Jugendwart, dann noch eine Küche mit Durchreiche und eine Toilette. Ganz im Zeichen der Gleichberechtigung. Eine Unisex-Toilette für Frauen und Männer und alle anderen. Finanziert wird das alles aus Mitteln, die von der Stadt angespart wurden – einiges blieb auch beim Bau der neuen Fahrzeughalle übrig, hieß es. Aber den Kameraden der Arendseer Ortswehr wird es egal sein. Sie freuen sich auf die neuen Räumlichkeiten, lange hatte es ja gebraucht. Derzeit sind die Maler da – von der Firma Schmid aus der Bauhausstadt Dessau. Als Dienstreisende dürfen sie auch in Arendsee übernachten und müssen nicht jeden Tag nach Hause fahren.

Fertig wird das Haus dann noch nicht sein, wenn auch schon oben gefeiert oder getagt wird. Die untere, alte Fahrzeughalle muss noch warten. Dafür reiche das Geld nicht aus, so der Bürgermeister. Aber das wird noch, sagte er der AZ. Übrigens: Natürlich muss es auch einen zweiten Fluchtweg aus der neuen, ersten Etage geben. Eine Wendeltreppe wird dazu hin zum Dessauer Worth eingerichtet. Wie gesagt: Nur für den Notfall.

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