Ehemalige Gaststätte „Altmärker Hof“ fällt dem Abrissbagger zum Opfer

Aus Ex-Gourmet-Tempel wird Wohnanlage

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Stück für Stück fällt der „Altmärker Hof“. Teilweise muss auch Asbest entsorgt werden. Im März könne der Bau von neun altengerechten Wohnungen auf dem Grundstück beginnen, gab der Investor gestern bekannt.

Arendsee. Es geht ganz schnell: Der „Altmärker Hof“ wird in diesen Tagen endgültig plattgemacht. Mitten in der Seestadt verschwindet die einstige DDR-Vorzeige-Gaststätte mit Saalbetrieb – beliebt bei Urlaubern und Einheimischen gleichermaßen.

Der Saal war der größte seiner Art in der Region. Diskos und Feiern aller Art fanden dort statt, in der Gaststätte der Preisstufe III – ein 0,5-Liter-Bier im Glas kostete 1,12 Mark – ließen es sich die Menschen gut gehen. Das alles ist längst Geschichte, nach der Wende wurde aus dem Saal die Disko „Unity“ – dann war irgendwann Schluss.

So stellen sich die neuen Wohnungen an der Seehäuser Straße / Kastanienweg dar: Insgesamt neun sollen es sein, mit einer Fläche zwischen 60 und 70 Quadratmetern.

Der Unternehmer Dirk Hofer aus Stendal lässt nun Baufreiheit schaffen und will bereits im März mit der Errichtung von neun altengerechten Wohnungen beginnen. Eingeschossig, mit Satteldach bzw. Flachdach – und einer Wohnfläche von jeweils 60 bis 70 Quadratmetern präsentieren sich dann die neun Wohnungen in zwei Gebäuden, mit einem Innenhof. „Wir haben uns mit dem Antragsteller schnell verständigt, die Idee gab es schon vor drei Jahren, aber nun wird sie im Innenbereich der Stadt umgesetzt“, so Bürgermeister Norman Klebe. Die Stadt unterstütze das Vorhaben und freue sich, dass die seit Jahren leer stehende Immobilie verschwindet und dem Bedarf an altengerechten Wohnungen Rechnung getragen wird. „Ich glaube, der Investor muss nicht suchen“, sagte er.

Gestern waren Mitarbeiter der Abrissfirma dabei, die Asbestdeckung auf dem einstigen Saal zu entsorgen. In Schutzanzügen und Maske machten sie sich mit einem Hubwagen in die Höhe.

Der Komplettabriss des hohen Gebäudes und der Neubau der Anlage werde die Ansicht der Stadt in dem Bereich maßgeblich verändern, hieß es.

Von Harry Güssefeld

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