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UPDATE: Bombe in Arendsee entschärft – Straßen wieder frei

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Von: Michael Koch

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Diese alliierte GP-500-Fliegerbombe ist am Dienstag am Ufer des Arendsees unschädlich gemacht worden.
Diese alliierte GP-500-Fliegerbombe ist am Dienstag am Ufer des Arendsees unschädlich gemacht worden. Weil sie in vergleichsweise gutem Zustand war, verlief das Entschärfen nach Aussage der Experten planmäßig. © Heymann, Jens

Aufgrund einer Bombenentschärfung müssen in Arendsee die Bewohner etlicher Straßenzüge am Dienstag, 6. September, ihre Häuser verlassen. Außerdem fällt die Schule aus und auch der Kita-Besuch ist nicht möglich.

(Update von 17.39 Uhr): Die am Montag am Ufer des Arendsees entdeckte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Dienstagvormittag erfolgreich entschärft worden. Das mehrköpfige Team des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Sachsen-Anhalt benötigte rund 45 Minuten, um den Zünder aus dem alliierten Sprengkörper herauszuschrauben und den Detonationsmechanismus zu unterbrechen. Truppführer André Römmer, der vor zweieinhalb Jahren auch bei der Bombenentschärfung in Salzwedel dabei war, sprach von einem planmäßigen Verlauf.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst prüfte nach der Entschärfung noch einen möglichen zweiten Fund, der ungefähr einhundert Meter entfernt gemeldet worden war. Doch dieser entpuppte sich als Stein – die Fachleute konnten ihre Arbeit schließlich beenden. Gegen Mittag wurden die Straßensperrungen wieder aufgehoben.

(Update von 11.17 Uhr): Nach der Freigabe für den Kampfmittelbeseitigungsdienst ist in der Einsatzzentrale erst einmal Ruhe eingekehrt. Nun heißt es abwarten. 11.16 Uhr: Die Bombe wurde entschärft. Nun wird noch das zweite Objekt überprüft. So lange wird der gesperrten Bereich nicht freigegeben.

(Update von 10.40 Uhr): Um 10.33 Uhr erfolgte die Freigabe zur Entschärfung. In der Einsatzzentrale machte das Gerücht die Runde, dass sich etwa einhundert Meter weiter vom Bombenfundort ein ähnliches Objekt befindet.

Die Polizei hat den Bereich rund um den Bombenfund weiträumig abgesperrt. Das Foto zeigt die gesperrte Friedensstraße in Arendsee.
Die Polizei hat den Bereich rund um den Bombenfund weiträumig abgesperrt. Das Foto zeigt die gesperrte Friedensstraße in Arendsee.  © Jens Heymann

(Update von 10.30 Uhr): Die Evakuierungen von insgesamt rund 800 betroffenen Personen ist gegen 10.30 Uhr abgeschlossen. Die Polizei fährt allerdings noch die Straßen ab.

Im "Haus des Gastes" sind unterdessen 53 Personen, davon 36 Einwohner. Im KiEZ befinden sich zwölf Personen, davon sieben Einwohner.

(Update von 10.18 Uhr): Nach dem Fund einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg sind die betroffenen Bereiche in Arendsee am Dienstagmorgen abgesperrt worden. In der Einsatzzentrale in der Feuerwehr laufen alle Infos zusammen. Gegen 10 Uhr wurde bekannt, dass die Evakuierung fast abgeschlossen ist. Unterdessen wurden im KiEZ und im „Haus des Gastes“ Anlaufstellen für betroffene Einwohner eingerichtet. Dort werden auf Kosten der Stadt Getränke gereicht. Die Menschen sind ruhig und warten ab.

(Erstmeldung): Arendsee – Die Weltkriegsbombe war aufgrund des niedrigen Wasserpegels im Arendsee entdeckt worden, bestätigte Bürgermeister Norman Klebe. Der Bereich am Seeweg unterhalb des Hornings wurde gesperrt. „Die Leute sollten sich fernhalten“, appelliert Klebe. Die Fundstelle werde durch Kräfte von Polizei und Feuerwehr gesichert.

Dienstagvormittag werden Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes erwartet, die die Bombe entschärfen. Deshalb darf sich im Umkreis von 500 Metern niemand aufhalten. Das heißt, dass Anwohner der Friedensstraße 1 bis 87, 89 und 91, der Hohen Warthe, Amtsfreiheit, Koloniestraße, Mühlenstraße, Ackerstraße, Schulstraße, Dessauer Worth, Feldstraße, Hinter dem Kirchhofe, Am Markt, Kleine Straße und Horning bis Dienstag, 9 Uhr, ihre Wohnungen/Häuser verlassen müssen. Bei Bedarf können sich die Evakuierten im Haus des Gastes aufhalten. Wer seine Wohnung nicht eigenständig verlassen kann, sollte unter Telefon (039384) 9760 Hilfe anfordern.

Die Betroffenen werden über die Medien informiert, sobald sie in ihre Wohnungen/Häuser zurück können.

In der Grund- sowie Gemeinschaftsschule „Theodor Fontane“ findet am Dienstag kein Unterricht statt. Auch die Kindertagesstätte „Seeperle“ bleibt geschlossen.

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