Ab Saisonbeginn werden Gebühren für die „Queen“-Hochzeiten erhoben

150 Euro für das Besondere

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Bislang musste für die Freitags-Trauungen auf der „Queen“ nichts bezahlt werden. Ab sofort werden Gebühren fällig, die die Kosten der GmbH abfangen sollen. Neu ist auch, dass im Sommer jeden Freitag auf dem Schiff geheiratet werden kann.

Arendsee. Nun ist es amtlich: Wer sich ab der neuen Saison auf der „Queen“ das Ja-Wort geben lassen will, muss Gebühren in Höhe von 150 Euro zahlen. Und zwar an die Luftkurort-Arendsee-GmbH. „Das gilt für Hochzeiten an Freitagen“, so Standesbeamter Heiko Barthel.

Denn das ist neu: Geheiratet werden kann ab Mai jeden Freitag von Mai bis September. Bislang war das Heiraten nur an jedem 2. und 4. Freitag im Monat auf dem Mississippi-Dampfer möglich.

Zwei Hochzeiten sind freitags möglich: Jeweils ab 9.30 und 11 Uhr legt die „Queen“ – bei Bedarf – ab. Sind keine „Queen“-Hochzeiten vorgesehen, sind natürlich auch weiterhin Trauungen im Rathaus am Marktplatz möglich.

Heiko Barthel wies gestern noch einmal darauf hin, dass die 150 Euro pro „Queen“-Fahrt die Kosten der Schifffahrt decken sollen. „Die Gebühren, die sich aus dem Personenstands- gesetz ergeben, bleiben davon unberührt“, so Barthel. Heißt: Die Kosten wie Gebühren für die Urkunden sind im Standesamt zu bezahlen.

Ansprechpartner ist in jedem Fall das Standesamt. Heiko Barthel gibt gern Auskunft, auch er kann allein sagen, ob die „Queen“ schon belegt ist oder nicht. „Wer zuerst kommt malt zuerst“, hieß es gestern.

Wer nicht unbedingt an einem Freitag auf der „Queen“ heiraten will, muss eventuell tiefer in die Tasche greifen. „Da sich der Preis an den Kosten und den möglichen Einnahmeverlusten orientiert, sind konkrete Absprachen mit der GmbH notwendig“, erklärte Barthel. Einen Anspruch auf eine „Queen“-Hochzeit gebe es aber generell nicht.

Die Trauungen auf dem schwimmenden Standesamt waren bislang kostenlos. Die Luftkurort-GmbH hatte Gebühren angeregt, weil der wirtschaftliche Druck das erfordere. Mit den 150 Euro werde aber kein Gewinn erzielt, hieß es. Die Trauungen auf dem Arendsee gelten als sehr werbewirksam für die Region.

Von Harry Güssefeld

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