Einwohner sorgen selbst für Ordnung / Wirtschaftshof am Schramper Eck aktiv

Der erste Eindruck zählt: Stadtpflege in Arendsee umstritten

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Der Wirtschaftshof setzte gestern den Pflegehebel an und war am Schramper Eck aktiv. Diese Badestelle wirkt besonders vernachlässigt, Blätter liegen dort noch vom vergangenen Herbst.

Arendsee. „Die Pflege ist nicht nur am Schramper Eck ein Problem“, reagiert die Arendseerin Marianne Holz auf den AZ-Artikel „Herbst scheint am Schramper Eck konserviert“. Die Arendseerin weist auf weitere Bereiche hin, die unattraktiv aussehen.

Dazu gehören kleine Grünflächen unterhalb von Bäumen an der Friedensstraße. Einige versprühen dank bunter Blumenpracht die Fröhlichkeit des Frühlings, andere wirken mit Gerippe-Bäumen und verwelktem Gras wie ewiger Winter. Den Grund dafür weiß Marianne Holz: „Einige Einwohner kümmern sich vor den Häusern selbst um städtische Bereiche. “ Wenn aber nicht, ist die Kommune verantwortlich und kommt offensichtlich nicht hinterher. Es wurde reagiert, weitere Pflegeaufträge an Privatfirmen vergeben.

Einige Grünflächen an der Arendseer Hauptstraße wirken bunt, andere ungepflegt und vergessen.

„Seit April wird Kurtaxe kassiert. Da muss der Ort doch sauber aussehen. Ich liebe meine Stadt. Es sollte ein Konzept her, wann, was, wo gepflegt wird“, fordert Marianne Holz, die selbst aktiv ist. So kümmert sich die Arendseerin um die städtische Blumenschale vor ihrem Haus, pflegt die Nonne aus Holz und achtet auf einen gepflegten Eindruck unterhalb des Baumes vor ihrem Haus. Direkt gegenüber gibt es ein negatives Gegenbeispiel. „Mit ein paar Bodendeckern ließe sich daraus was schönes machen“, ist die Arendseerin überzeugt.

„Wir werden reagieren. Der Wirtschaftshof kümmert sich um das Schramper Eck“, kündigte Bürgermeister Norman Klebe auf AZ-Nachfrage Aktivitäten an. Gestern wurden Arbeiten an der Badestelle erledigt. Er wünscht sich mehr aktive Arendseer, die vor ihrer Tür für Ordnung sorgen. Ein weiteres Problemfeld ist das Birkenwäldchen, in dem immer wieder illegal Müll entsorgt werden. Ähnlich ist es an manchen Containerstandorten. „Dort lagen auch schon Säcke mit vollen Babywindeln“, ist Norman Klebe verärgert. Er erklärte, dass weitere Firmen auf den Dörfern Arbeiten erledigen sollen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Region Fleetmark. Vier Mitarbeiter des Wirtschaftshofes sollen sich perspektivisch ausschließlich auf den Bereich rund um die „blaue Perle“ konzentrieren. Denn immer wieder wurde deutlich: Der städtische Betrieb schafft die Arbeit nicht.

Von Christian Ziems

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