Pegel des Arendsees zu niedrig

Erst mit Eis ein größeres Problem: „Queen“ bleibt den Winter wohl im Wasser

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Die „Queen“ an ihrem Anlieger: So imageprägend das Fahrgastschiff für die Einheitsgemeinde Arendsee auch ist, sorgt sie doch immer wieder für Sorgenfalten. Erst die aufwendige Sanierung, nun das Winterfestmachen.

Arendsee – Der niedrige Wasserstand im Arendsee bereitet dem Chef der Luftkurort GmbH, Michael Meyer, derzeit einige Sorge, denn das Flaggschiff der GmbH, die „Queen Arendsee“, kann auf Grund des zu niedrigen Wasserstands im Arendsee nicht auf die Slipanlage und damit an Land gezogen werden.

„Es fehlen mindestens 20 Zentimeter Wasser im See, und ich glaube nicht, dass wir durch Regen diesen Wasserverlust – der aus den beiden vergangenen, sehr trockenen Jahren stammt – ausgleichen können“, berichtete Michael Meyer. Der Seespiegel ist bis zu 80 Zentimeter vom langjährigen Normalwert abgesunken, zum Stand vom Vorjahr fehlen allein schon 20 Zentimeter.

Daher bleibt die grundsanierte „Queen Arendsee“ voraussichtlich über Winter an ihrem Anlegesteg im Wasser. Dies verursacht, so lange der See nicht zufriert, keine größeren Probleme. Doch falls er zufrieren sollte, muss der Bereich um das Schiff eisfrei gehalten werden.

Der See war das bislang letzte Mal in den Jahren 2006 und 2012 ganz zugefroren. Die Eisdecke des Arendsees war damals bis zu 20 Zentimeter dick. Vielen Arendseern ist auch noch die spektakuläre Rettungsaktion am 6. April 1996 in guter Erinnerung, als die „Queen“ nur durch Sprengung der Eismassen vor dem Zerdrücken durch das Eis geschützt werden konnte.

Das Schiff gehört zu den wichtigsten und lukrativsten Einnahmequellen der Luftkurort GmbH. So war das Passagieraufkommen, trotzdem die Saison des Schiffes durch die Sanierungsarbeiten verspätet begann, mit 13 693 zahlenden Fahrgästen gut. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 waren es 16 981 und im Jahr 2017 16 550 zahlende Passagiere. Derzeit sind die Mitarbeiter der GmbH vor allem damit beschäftigt, die Freiflächen im Strandbad und auf dem Campingplatz zu reinigen und die Winterfestmachung abzuschließen.

Wie GmbH-Chef Michael Meyer betont, ist das Strandbad nun lediglich für einen Spaziergang von 10 bis 16 Uhr geöffnet. „Natürlich ohne Eintritt“, wie er gegenüber der AZ sagte.

VON ECKEHARD SCHWARZ

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