Luftkurort-Arendsee-GmbH verliert durch „Betrüger“ enorme Eintrittsgelder

Erst Grenzgänger am Zaun, dann Schwarzbader

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Die undichte Stelle im Zaun des Arendseer Strandbades. Der Begrenzungszaun reicht nur wenige Meter in den See, kann so leicht umgangen werden. Zuvor wird das Gepäck über den Zaun geworfen, auch Babys werden manchmal rübergereicht.

Arendsee. Michael Meyer, Chef der Luftkurort-Arendsee-GmbH, ist angesichts der Dreistigkeit vieler Mitmenschen einfach sauer. Ihm ist zu Ohren gekommen, dass täglich zahlreiche Badegäste nicht die Kassen des Strandbades passieren, sondern sich illegal Zutritt verschaffen.

An der Ostseite des Strandbades, dort wo der Metallzaun noch einige Meter ins Wasser ragt, spielen sich die Szenen ab, die Zeugen bereits beobachtet und anschließend Meyer informiert hatten. „Sie kommen sogar in Familienstärke, hieven Gepäck und manchmal sogar Babys über den Zaun und waten dann durch das Wasser, um den Zaun zu umlaufen“, weiß Meyer.

Nicht nur, dass sich diese Leute ungerechtfertigt Zutritt zum Bad verschaffen und die GmbH schädigen, sie halten sich auch ohne Versicherungsschutz im Gelände auf. „Nur wer eine gültige Eintrittskarte oder eine Jahreskarte vorweisen kann, ist versichert“, erklärt der GmbH-Chef. Die Kontrollen sollen sich nun auch auf den Bereich konzentrieren, in dem die Grenzgänger so heimlich still und leise mal in Familienstärke zehn Euro und mehr sparen wollen.

Von Harry Güssefeld

Alles zum Schlupfloch im Zaun lesen Sie am Mittwoch in der Altmark-Zeitung.

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