Heißes Wochenende am Waldheim / Stadt steht vor neuen Problemen

Erst brannte eine Tür, dann der Dachstuhl

+
Die Kameraden versuchten gestern Vormittag zu retten was zu retten war. Dadurch, dass die Glutnester aber teilweise unter den intakten Dachziegeln loderten, gestaltete sich das Löschen als sehr zeitintensiv.

Arendsee. Mit Sirenengeheul endete gestern gegen 9 Uhr die sonntägliche Ruhe für die ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden der Arendseer Feuerwehr.

Einsatzort war das Waldheimgelände, genauer gesagt der Dachstuhl eines Seitentrakt des Altgebäudes, das sich zwischen Bettenhaus und Speisetrakt befindet. Ein Spaziergänger hatte das Feuer bemerkt. Etliche Glutnester hatten sich gebildet. Dies bereitete den 16 Einsatzkräften, die mit drei Fahrzeugen vor Ort waren, besondere Probleme. Auf Leitern mussten einige Dachsteine mühsam abgedeckt werden, damit das Wasser auch tatsächlich zum Feuer gelangte. Mit der Wärmebildkamera kamen die Feuerwehrleute den Glutnestern auf die Spur.

Bereits am Sonnabend waren die Ehrenamtlichen vor Ort, gegen 14 Uhr wurde Qualm entdeckt. Grund war ein brennender Türrahmen, der aber schnell gelöscht werden konnten. So zügig ging es gestern nicht. Da sich das Feuer massiv ausgebreitet hatte, hatten die Kameraden bis Mittag zu tun.

Für die Stadt sind die Brandschäden aber noch nicht ausgestanden – Einsturzgefahr droht. Bürgermeister Norman Klebe kündigte gestern an, dass es heute eine Begehung mit Haupt- und Ordnungsamtsleiter Andreas Koch geben soll. Er plädierte für einen Abriss. Dies wird schon länger favorisiert, es scheiterte aber am nötigen Geld. Auch die vor einiger Zeit angeschobene Idee, einen kostenlosen Abriss zu erreichen, bei dem die Firmen die Baumaterialien behalten dürfen, ging bisher nicht vollständig auf. Mal abgesehen von Metallteilen des Bettenhauses wurde vom Gelände kaum etwas weggeschafft.

Von Christian Ziems

Fotostrecke vom Brand

Brand im Arendseer Waldheim

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare