Verband in Osterburg reagiert gelassen

Erneuter Wasserrohrbruch in Arendsee: Keine Goldgräber am Marktplatz

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Bei Regen und Wind gingen die Reparaturarbeiten am Markt gestern weiter. Der jüngste Rohrbruch einer Trinkwasserleitung ging glimpflicher aus als im Januar, als Wasser in einen Hotel-Keller lief.

Arendsee – Die tiefen Baugruben im Arendseer Marktplatz zeugen nicht von Goldgräberstimmung in der Seestadt – es sind wieder Folgen eines Wasserohrbruchs, der sich am Wochenende in Arendsee ereignete.

Wieder einmal unter dem Markt – erst vor wenigen Wochen hatte es an fast gleicher Stelle gekracht.

Mit weitreichenden Folgen: Denn das Wasser drückte aus dem Straßenkörper in den Keller des asiatischen Hotels. 200 Kubikmeter Wasser mussten abgepumpt werden – das blieb der Wehr dieses Mal erspart. Die AZ sprach gestern mit den Fachleuten der Firma Nadolle, die im Auftrag des Wasserverbandes bei Sturm und Regen dem Schaden zu Leibe rückten. Und er stand unter keinem Sonnenschirm, wie der Fachmann in Grube 1 betonte.

Die AZ erfuhr, dass es wieder ein altes Wasserrohr aus Grauguss getroffen habe. „Dieses Mal war es ein Rundbruch, sodass wir mit einer Schelle arbeiten konnten“, erfuhr die AZ vor Ort. Bei den Ausschachtarbeiten musste auch eine Rohrleitung für das Oberflächenwasser dran glauben – doch für die Männer war auch das kein Problem.

Es scheint von Vorteil, dass sich das Team in Arendsee auskennt und so die Reparatur nach kurzer Zeit erledigt ist – so sieht es auch Susanne Ahrens vom Wasserverband Stendal-Osterburg. „Ja, es ist wieder ein Bruch im alten Bereich. Das kann aber auch den Grund haben, dass sich durch Erschütterung beim vorherigen Rohrbruch nun diese Stelle bemerkbar gemacht hat“, sagte die Abteilungsleiterin auf Nachfrage der AZ.

Das Material Guss sei ein gutes Material. Und müsse dort, wo es liegt, auch nicht ausgewechselt werden. Ob nun Ruhe einkehrt, könne niemand sagen. Aber auf die Männer von Nadolle ist ja Verlass.

VON HARRY GÜSSEFELD

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