Sanierungspläne in der Stadtmitte

Endlich: Altes Arendseer Gerätehaus soll dieses Jahr modernisiert werden

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Das Feuerwehrensemble in der Arendseer Stadtmitte: links die neue Fahrzeughalle, daneben der Verbinder und dahinter das Altgebäude. Letzteres soll in diesem Jahr modernisiert werden.

Arendsee – In der derzeitigen Corona-Krise gehen andere Themen schnell unter. Eines davon ist der geplante Umbau des alten Arendseer Gerätehauses. Dabei soll das Vorhaben nach dem Willen der Stadtverwaltung voranschreiten.

Bürgermeister Norman Klebe gab vor Kurzem auf Anfrage der AZ folgenden Zeitplan aus: im April die Ausschreibung, Ende Mai die Vergabe und Abschluss der Maßnahme noch in diesem Jahr.

Stand gestern war jedoch zumindest im elektronischen Vergabesystem des Landes Sachsen-Anhalt noch keine Ausschreibung für das Gerätehaus zu finden.

Der Altbau soll auch in Zukunft eine wichtige Rolle bei den Einsatzkräften spielen. Dafür kommt ins Obergeschoss ein Stabsraum – Anlaufstelle im Katastrophenfall mit Computern, Lagekarte und Monitoren. Die bislang separate Wohnung soll in den Feuerwehrkomplex integriert werden.

Eine Etage tiefer will die Stadtverwaltung an einem oder mehreren Stellplätzen festhalten. „Die geben wir nicht auf“, so Ortschef Klebe.

Durch die Vorgabe, einen zweiten Fluchtweg zu schaffen, kommen aber weitere Kosten auf die Stadt zu. Geld, das irgendwo anders fehlen könnte. Bürgermeister Klebe drückt es vorsichtig aus – vielleicht müsse im Erdgeschoss einiges anders umgesetzt werden, hieß es. Dort sind neben den Stellplätzen unter anderem auch eine Werkstatt, eine Bekleidungskammer und eine Traditionsecke vorgesehen.

Die Feuerwehr Arendsee verfügt seit einigen Jahren über eine neue Fahrzeughalle samt Verbindungstrakt. Seitdem besteht jedoch auch der Wunsch, das Altgebäude zu modernisieren. Rund 300 000 Euro sind dafür veranschlagt. Ursprünglich sollte es schon 2019 losgehen.

VON JENS HEYMANN

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