Trotz Festlegung des Jugendamtes soll Ferienhort mit Filmcamp funktionieren

Eltern lassen nicht locker: Kinder sollen in den Wald

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Auch wenn das Jugendamt es nicht duldet: Elternvertreter haben sich erneut mit Stadträten und Arendsees Verwaltung getroffen, um den Verbleib des Ferienhortes im örtlichen Ferienlager zu erreichen. Ob es klappt, bleibt fraglich.

Arendsee. Die Eltern akzeptieren die Entscheidung nicht, dass der Ferienhort nicht mehr im örtlichen Ferienlager stattfinden soll. Am Dienstag war noch einmal ein Versuch der Eltern gestartet worden – der Sozialausschuss sowie auch Norman Schenk vom Filmcamp waren mit dabei.

Denn: Hort und Filmcamp hatten sich im Sommer das Gelände geteilt. Mit Problemen, die niemand genau definiert hatte – aber das Jugendamt wusste davon und reagierte prompt. Mit dem Ergebnis: Der Ferienhort findet am angestammten Platz in der Grundschule statt.

Die Elternvertreter hatten am Dienstag Eltern noch einmal ihr Unverständnis gegenüber der Betriebserlaubnisentziehung durch das Jugendamt ausgedrückt. Auch Norman Schenk als Chef des Jugendfilmcamps betonte, dass es aus seiner Sicht keine Beeinträchtigung sowohl des Filmcamps als auch des Hortbetriebes gibt. „Wir haben in diesem Jahr sogar vor, einen Kinderfilmtag durchzuführen und dazu brauchen wir natürlich auch die Kinder“, machte er deutlich. Auch Schenk erzählte nichts von den Problemen, dass Kinder im Sommer den Filmdreh gestört hätten, weil sie zu laut waren. Das hatten im Vorfeld andere Eltern bestätigt. Und Hortleiterin Heidi Hefekerl hatte im Vorfeld Kinder befragt: Ein Großteil der Kinder habe sich nach Angaben der Hortleiterin für eine Trennung von Schulgebäude und Ferienhort in den Ferien ausgesprochen. „Die Kinder erfreuen sich am Spiel im Grünen, mitten in der Natur, sie bauen Butzen. Sie wären sehr traurig, wenn man das Gelände nicht mehr in den Ferienhortbetrieb einfügen könnte“, sagte sie.

Stadtrat Uwe Walter regte an, sich noch einmal mit dem Jugendamt in Verbindung zu setzen, um durch kleinere bauliche Veränderungen auf dem Gelände eine Nutzung durch die Hortkinder möglich zu machen. Norman Schenk hatte die Idee, dem Ferienhort mehr Platz zu bieten, da das Filmcamp verstärkt einige Gebäude im Integrationsdorf nutzen wolle.

Hauptamtsleiterin Anja Schrader unterstrich noch einmal, dass es zurzeit keine Betriebserlaubnis für das Gelände an der Lindenstraße gibt – und der Ferienhort bislang nur geduldet war. Räumliche Veränderungen würden nichts bringen, sagte sie. Die Hauptamtsleiterin verwies dabei vor allem auf versicherungstechnische Probleme bei der weiteren Benutzung des Areals. Kein Problem sehe sie darin, das Gelände auch weiterhin für Projekte zu nutzen – ein Weg, die Verbindung Hort und Filmcamp weiter bestehen zu lassen.

Diesen Vorschlag nahmen die Eltern positiv auf. Hortleiterin Heidi Hefekerl will kurzfristig einen Entwurf für ein gemeinsames Projektkonzept erarbeiten. Als Vertreterin der Eltern soll Anja Grabowski mitarbeiten. Bereits am Dienstag, 4. April, soll dann dieses Konzept nochmals mit allen Beteiligten besprochen werden. Ziel ist es, dem Jugendamt dieses Konzept im April vorzulegen und dann womöglich gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Von Eckehard Schwarz

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