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Eis-Unternehmer Biagio Guzzo macht Arendsee zu seinem neuesten Standort

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Von: Jens Heymann

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In der Friedensstraße 61 sieht derzeit noch alles nach Baustelle aus. Speiseeis-Unternehmer Biagio Guzzo (r.) eröffnet mit Arendsee seinen insgesamt sechsten Standort.
In der Friedensstraße 61 sieht derzeit noch alles nach Baustelle aus. Speiseeis-Unternehmer Biagio Guzzo (r.) eröffnet mit Arendsee seinen insgesamt sechsten Standort. Weitere könnten in Zukunft folgen. © Heymann, Jens

Die noch eingepackten Gefrierschränke stehen draußen, drinnen sind die Handwerker beschäftigt. In der Friedensstraße 61 stehen alle Zeichen auf Sanierung und Neueinrichtung: Anfang April soll dort, im ehemaligen Eiscafé „Zur Tenne“, die sechste Filiale von Eisunternehmer Biagio Guzzo eröffnen. Viele Jahre, so sagt er selbst, hatte sich die Seestadt um ihn bemüht.

Arendsee – Die kleine Eisdielenkette, die 2003 im niedersächsischen Brome ihren Anfang genommen hat, ist seit einigen Jahren auf stetiger Expansion. 2016 Klötze, 2018 Gardelegen, 2020 Salzwedel und 2021 Pretzier. Dass sein Unternehmen noch weiter wachsen könnte, daraus macht Biagio Guzzo mittlerweile kein Geheimnis mehr. Eine Anfrage hätte ihn aus Osterburg erreicht, andere in Niedersachsen.

Der Standort Arendsee sei für ihn insofern besonders, als dort zum ersten Mal neben den üblichen Gelegenheitsgästen und Stammkunden auch Touristen in vermutlich größerer Zahl zu finden sind. „Schwer einzuschätzen“, meint der Eisexperte mit Blick auf den kommenden Sommer.

Manch einer in Arendsee mag sich nun wundern, warum das Geschäft in der Innenstadt und nicht in der Nähe des Strandbades entsteht. Dort soll sich Biagio Guzzo immerhin im vergangenen Frühjahr umgeschaut haben. Doch die Ostseite des Arendsees ist dem Firmenchef zu unsicher. „Am Strand arbeitest du nur bei schönem Wetter; in der Stadt kommen die Stammkunden“, erklärt er seine Entscheidung.

Die Friedensstraße 61 habe er gekauft. Miete zu zahlen sei nichts für ihn, auch aufgrund der erheblichen baulichen Veränderungen im Innern, die nach demselben Muster wie bei den anderen Filialen erfolgen. „Ich will keinen Stress“, so Guzzo.

Probleme gibt es ohnehin genug. Durch die hohen Spritkosten würden die Speditionen nicht mehr so oft fahren. Er müsse nun größere Mengen bestellen und einlagern, erklärt der Eismann. Im vergangenen Jahr habe es außerdem einen Mangel an Dextrose, einer Zutat für das Eis, gegeben. Beim Personal müsse er sich noch keine Sorgen machen.

Manche Änderung ist Biagio Guzzo auch willkommen. Er habe digitalisiert und damit mehr Zeit für anderes.

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