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Einwohnerbilanz von Arendsee: Plus mit kleinem Haken

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Von: Jens Heymann

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Während des Arendseer Stadtfestes 2022 wurde es richtig voll.
Während des Arendseer Stadtfestes 2022 wurde es richtig voll. Ansonsten bleibt die Region um den See eine kleine Gemeinde. 2022 gab es in der Summe ein erneutes Bevölkerungsplus. © Privat

Sie gehört zu den spannendsten Fragen zu Beginn eines jeden Jahres: Wie hat sich die Einheitsgemeinde Arendsee bevölkerungstechnisch entwickelt? Konnte sie von Rückkehrern und Neuentdeckern profitieren, oder machten die Menschen das, was sie immer tun, wenn es ihnen nicht gefällt – Abstimmung mit den Füßen?

Arendsee – Wie die AZ bereits berichtete, hat Arendsee über das Jahr 2022 hinweg in der Summe Einwohner gewonnen. 6798 statt 6785 (zuletzt hieß es noch 6799, die Zahlen schwanken immer leicht). Nicht viel, aber die Tendenz zeigt definitiv in die richtige Richtung.

Möglicherweise täuschen die Zahlen da jedoch etwas vor. Denn die Anzahl der Nicht-EU-Bürger hat sich 2022 vergleichsweise stark erhöht (von 68 auf 125); der Blick sollte hierbei zum Ukraine-Krieg mit seinen vielen Flüchtlingen gehen. Entsprechend ist der Anteil der deutschen Staatsbürger gesunken (von 6593 auf 6556, mehr dazu in einer kommenden Ausgabe der AZ).

Die Einheitsgemeinde Arendsee besteht im Prinzip aus einer kleinen Stadt, einem mittelgroßen Dorf (Fleetmark) und einer ganzen Reihe kleinerer Orte. Kleinstes Dorf bleibt Störpke mit 20 Einwohnern; den Wettkampf mit Kraatz aus früheren Zeiten gibt es nicht mehr.

Welche Orte haben 2022 dazugewonnen, welche verloren? Arendsee, Binde, Kassuhn, Kläden, Kleinau, Zießau und Zühlen gehören beispielsweise zu den Gewinnern des vergangenen Jahres. Gestien, Kaulitz, Ladekath, Leppin, Lohne, Lüge, Rademin und Thielbeer mussten teils deutlich hergeben. Dessau zeichnet sich durch gewohnte Konstanz aus: Die Einwohneranzahl blieb gleich (113); so wie das Dorf bei Wahlen zuverlässig ist.

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