In Leppin verzichtet die Stadt Arendsee auf das Bohren eines Löschbrunnens

Aus einer Jauchegrube wird wieder ein Löschteich

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Einer der zwei Feuerlöschteiche in Leppin: Während der Teich am Dorfeingang aus Richtung Arendsee funktionstüchtig ist, muss der Teich in der Ortsmitte (Foto) wieder aktiviert werden. Vorarbeiten sind bereits angelaufen.

Arendsee. Für Hauptamtsleiterin Anja Schrader ist Brandschutz eine Pflichtaufgabe – und ihre Aufgabe sieht sie darin, die finanziellen Voraussetzungen zu schaffen, dass alles am Laufen bleibt.

Und so blickte sie mit den Mitgliedern des Sicherheits- und Brandschutzausschusses Arendsee am Mittwoch auf den Investitionsplan. 

Große Dinge stehen an: so die Anlage eines Löschteiches in Lübbars, „was dringend notwendig ist“, und die Aktivierung des Löschteiches in Leppin. „Wir wollten erst einen Tiefbrunnen bohren, aber wir bekommen kein Wasser“, erklärte die Hauptamtsleiterin und teilte vor dem Gremium mit, dass der Löschteich in der Ortsmitte, der inzwischen enorm verdreckt ist, wieder aktiviert werden soll. „Die Bäume ringsum sind schon beschnitten und der Schlamm kommt in Kürze raus. Die Arbeiten laufen“, sagte sie.

Ein Notstromaggregat wird gekauft. Dieses war einst für die Ortswehr Sanne-Kerkuhn angedacht, aber die bekommt nun eines gesponsert – und deshalb werde man nach einem neuen Adressaten suchen. Auch Tragkraftspritzen sollen als Ersatz angeschafft werden. „Wir sind gezwungen, oft lange Wegstrecken aufzubauen, und da brauchen wir keine Oldtimer, sondern kraftvolle Pumpen, die nach und nach die alten ersetzen“, machte Stadtwehrleiter Hans-Joachim Hinze in seiner Funktion als Ausschussvorsitzender deutlich. Auch Beleuchtungsgruppen seien notwendig – und die Funkgeräte, die sich trotz einiger Kritik bewährt haben. Bei der Suche nach einer vermissten Person im Bereich Zießau war der Kontakt über die Geräte mit Wehren in Niedersachsen ohne Probleme möglich.

Arendsees Ortswehr soll 2018 ein Hilfeleistungs-Löschfahrzeug erhalten. Für 455 000 Euro. Das Land fördert fast die Hälfte. Das Fahrzeug soll ein Tanklöschfahrzeug ablösen, das voraussichtlich nach Schrampe wechselt. „Wir müssen in Arendsee immer dran bleiben“, sagte Hinze. Und ist auch fest der Ansicht, dass 2020 die Drehleiter kommt. Es wäre die einzige in der Stadt Arendsee. Die Gefahrenanalyse mache deren Notwendigkeit deutlich.

Von Harry Güssefeld

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