Warten auf Antwort vom Kreis / Parzellenbesitzer sind aktuell verunsichert

Nur eine scheinbare Ruhe

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Wie sollen sich Parzellenbesitzer aktuell verhalten? Sie stehen zwischen den Forderungen des Altmarkkreises und der Hoffnung, die die Stadt Arendsee mit einem Flächennutzungsplan von 1992 verbindet. Noch heißt es Abwarten.

Arendsee. Parzellenbesitzer am Arendsee sitzen derzeit zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite erinnern sie sich noch an die Versammlung im „Deutschen Haus“, während ihnen von Vertreterinnen des Bauordnungsamtes unmissverständlich erklärt wurde, dass aktuell nichts mehr passieren dürfe.

Heißt: Dass ohne einen Bebauungsplan, weil die Parzellen im Außenbereich liegen, nicht gebaut werden dürfe. Und außerdem wolle man prüfen, ob das alles, was besteht, auch stehen bleiben kann. 

Die Reaktionen blieben nicht aus, zumal die Idee, den nicht vorhandenen Bebauungsplan durch eine Umlage aller Parzellenbesitzer zu finanzieren, schon am Veranstaltungstag zum Scheitern verurteilt war. Es sollten gut sieben Monate vergehen, bis die Stadt mit einem Flächennutzungsplan von 1992 punkten wollte. Darin ist eindeutig geklärt, dass die Parzellen im Innenbereich liegen und somit die Meinung des Landkreises nicht mehr zählen dürfte.

Die Stadt hat dem Kreisbauordnungsamt bis Ende Juli eine Frist gesetzt, sich zu der neuen Situation zu äußern.

Für die Parzellenbesitzer ist also noch nichts klar. Auf der einen Seite die Forderung vom Altmarkkreis Salzwedel, auf der anderen die Hoffnung aus dem Arendseer Rathaus, dass es doch nicht so schlimm kommen wird, wie es Amtsleiterin Kerstin Lingstädt und ihre Kolleginnen in Salzwedel sehen.

Arendsees Bürgermeister Norman Klebe wollte sich gestern dazu nicht äußern, hoffte aber im Gespräch mit der AZ, dass eine gute Lösung gefunden wird. Und die könne nur heißen, dass die Parzellen im Innenbereich liegen und somit im Einflussbereich – bautechnisch und bauplanerisch gesehen – der Stadt. Dennoch sei er gespannt, ob es eine Reaktion gebe und wie diese aussehe. Ob die gewünschte Einflussnahme des Altmarkkreises auf die Belange der Parzellengestaltung ein Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung sei, wollte die AZ wissen. Klebe wollte sich dazu noch nicht äußern.

Angesichts der Situation wies Klebe aber darauf, dass spontane Bauvorhaben nun nicht realisiert werden sollten, weil alles in der Diskussion und nicht endgültig geklärt sei. „Wir müssen abwarten“, sagte er abschließend.

Von Harry Güssefeld

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