Von parkenden Lkw, Löchern und dem Leben mit dem Klädener Pflaster

Eine Piste in Kläden löst sich auf

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Die Dorfstraße in Kläden wird arg strapaziert. Für den Schwerlasttransport heutiger Tage ist die Pflastersteinpiste nicht ausgelegt. Sie beginnt, sich allmählich aufzulösen.

Kläden. Mit der Ruckelpiste durch die Ortslage Kläden leben die Menschen mehr schlecht als recht – die Straße wird nicht besser, sondern mit der Zeit zu einem echten Problem.

Löcher werden entdeckt, Pfützen stehen tagelang im Straßenbereich, und beim Übergang zur Kraatzer Straße ist nichts mehr in Ordnung. Baken wurden aufgestellt, damit die schweren Fahrzeuge nicht das Bankett zu den angrenzenden Grundstücken zerstören. Ein Unterfangen, das kaum gelingt.

Kritik wurde an einem Einwohner laut, der seinen Lkw am Dudel des Dorfes abstellt. Für den Anwohner Hagen Schünke eine Zumutung, weil der schwere Lkw auch für Schäden im Straßenbereich verantwortlich ist. Und dass ein anderer Lkw schon seit Weihnachten auf dem Bankett gegenüber steht, sei auch schlimm. Ortsbürgermeister Jörg Benecke erklärte, dass der parkende Lkw dort stehen kann – es gebe keine Handhabe dagegen. Doch der andere Lkw müsse verschwinden.

Hagen Schünke schlug vor, dass überlegt werden müsse, zwischen der Kraatzer und Thielbeerer Straße eine Verbindung zu schaffen, deren Bau die ortsansässigen Unternehmen mitfinanzieren sollten, die den Bereich nutzen. Denn die Traktoren und Lkw seien verantwortlich dafür, dass beim aktuellen Übergang zwischen Kraatzer und Thielbeerer Straße „alles kaputt gefahren wird“, so Schünke.

Viele 40-Tonner bewegen sich tagtäglich über die Straße aus Pflastersteinen. Sie ist für derartige Lasten nicht geschaffen, und die Verzweiflung ist so groß, dass der Ortsbürgermeister, unterstützt von seinen Ratsmitgliedern, über eine mögliche Sperrung der Dorfstraße für die großen Lkw nachdenkt. Klädener, die am Dudel wohnen, nutzen oft den Umweg über Kraatz, um zur B 190 zu gelangen. Den Leuten in der Mitte des Ortes bleibt nichts anderes übrig, als sich durchschütteln zu lassen. Bis sie die rettende Asphaltpiste erreichen.

Von Harry Güssefeld

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