Eine Frau wird es ihrem Mann gleich tun

Beate Krüger zieht nach ihrem Ehepartner in die ZDF-Küchenschlacht

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Sie wird es tun: Beate Krüger aus Fleetmark wird ab Sonnabend in Hamburg in die Küchenschlacht ziehen. Die Beiträge werden voraussichtlich im Frühjahr gesendet.

Fleetmark. Als ihr Ehemann im vergangenen Jahr in die Küchenschlacht zog, stand für sie fest: „Das ist nichts für mich“. Doch Beate Krüger aus Fleetmark wird es tun.

Sie zieht am Sonnabend in Hamburg in die Schlacht am Herd, will es ihrem Mann Christian gleich tun, der damals am vierten von fünf Tagen das Feld räumen musste. „Die Erfahrung ist riesig“, sagte er damals. Vor einem Millionenpublikum das zu kreieren, was in der Fleetmarker Wohnstubenküche erdacht wurde, das sei etwas Besonderes. Damals saßen Beate und Tochter Lotti im Publikum. „Die Atmosphäre war großartig“, erinnerte sich die 45-Jährige. Das Projekt Tisch 12, das sie gemeinsam mit ihrem Mann in Fleetmark seit einem Jahr erfolgreich praktiziert, war auch der Auslöser dafür, noch mehr zu wagen. „Ich bin gern die Frau des Kochs, doch nun will ich zeigen, dass ich mehr kann als einzukaufen und den Tisch zu decken“, sagte die Fleetmarkerin gestern. Und deshalb zieht es sie ins Küchenstudio, sie will sich gegen fünf Kandidaten durchsetzen. Und das mit anderen Gerichten, als es ihr Mann tat. Einzig das Fencheleis, das in Fleetmark das Licht der Welt erblickte, steht auf dem Plan. Christian Krüger hatte nicht mehr die Chance, damit zu punkten. Nun will es seine Frau tun. „Ich bin ein anderer Typ, bin in der Küche chaotischer, etwas planloser, aber nie das Ziel aus den Augen verlierend“, erklärte sie. Noch vier Tage, dann will sie beweisen, dass sie mit dem Ergebnis ihrer Kochkunst punkten kann. „Meine Tochter wird mich begleiten, sie weiß nach dem Auftritt ihres Vaters, dass es alles auch eine Art Spiel ist, bei dem das Ausscheiden kein Beinbruch ist“, so Beate Krüger. Die Freunde und Fans, die schon zu Stammgästen ihres Wohnküchenprojektes geworden sind, drücken ihr die Daumen. Eigentlich sei sie schon entspannter. Vielleicht, so hofft sie, wird ihr hausfräulicher Auftritt mit dem sehenden Kochen die Juroren überzeugen. „Am Ende steht das Ergebnis, das durch Aussehen und Geschmack überzeugen muss“, sagt die Teilnehmerin an der ZDF-Küchenschlacht.

Christian Krüger ist stolz auf seine Frau. Und darauf, dass das Kochen im Hause Krüger mehr ist, als satt zu machen. Viele Hausgäste stehen schon als Teilnehmer des Kochkurses am Försterweg am Herd – das Interesse an dem „Wie entsteht das“ ist inzwischen genau so groß wie das gemütliche gemeinsame Verzehren. „Wir freuen uns auf die nächsten Herausforderungen“, sagt das Ehepaar.

Von Harry Güssefeld

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