Marko und Andrea Schmitz wünschen sich Belebung der Arendseer Innenstadt

„Ein Gewerbeverein wäre sicher von Vorteil“

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Andrea und Marko Schmitz vor ihrem Geschäft an der Friedensstraße. Beide wünschen sich eine von weiteren Geschäften belebte Arendseer Innenstadt. Und könnten sich einen Gewerbeverein vorstellen, der sich dem Thema stellt.

Arendsee. Dem Unternehmerehepaar Andrea und Marko Schmitz aus Arendsee liegt eine belebte, von vielen Geschäften geprägte Innenstadt am Herzen. „Es hat sich in den vielen Jahren nach der Wende einiges verändert, nicht immer zum Positiven“, so Marco Schmitz.

Das Ehepaar weiß, wovon es redet. Ihr Unternehmen gehört schon seit vielen Jahren zu den „Dauereinrichtungen“ an der Arendseer Friedensstraße. Seit zehn Jahren betreiben sie das „SP Schommer“, das einst am 1. Januar 1980 von Manfred Schommer gegründet wurde und bis zum heutigen Tag in Arendsee etabliert ist. Vor nunmehr zehn Jahren übernahmen die beiden das Unternehmen.

Das Ehepaar hat viele Unternehmer in der Straße kommen und gehen sehen. Beide wünschen sich, dass etwas mehr Beständigkeit einzieht. Geschäfte mit einem Namen, der über viele Jahre den Kunden im Gedächtnis bleibt, sind für eine Innenstadt in der altmärkischen Tourismusregion von großer Bedeutung, meinen sie. Dass die Innenstadt mit der Schließung einiger Geschäfte verödet, wie man in Arendsee oft hört, kann Marko Schmitz so nicht stehen lassen. „Ja, es hat sich im Westteil der Friedensstraße etwas gelichtet, das Zentrum der Stadt hat sich damit in die Mitte der Friedensstraße verschoben, und in Verbindung mit der Bahnhofstraße ein neues Zentrum gebildet.“ Dass Aldi wieder näher in die Stadtmitte gerückt ist, unterstützt Marco Schmitz in seiner Meinung, dass ein neues Zentrum entstanden ist.

Die Entwicklung in Arendsee sei aber für ihn auch ein Ergebnis von Zufällen. Deshalb unterstützen beide den Gedanken, wieder einen Gewerbeverein zu installieren. „Wir wissen, wie schwer es ist, eine gemeinsame Linie zu finden. Wir müssen es aber lernen, in anderen Orten klappt das auch“, so der Arendseer. Dass es nach der Wende mit dem Gewerbeverein nicht geklappt hat, sei schade gewesen. „Die Organisation von Festen, Ideen für Geschäfte und die Unterstützung von Interessenten bei der Suche nach geeigneten Immobilien könnten vom Verein gestaltet und unterstützt werden“, sagt Andrea Schmitz. Was fehlt denn so in Arendsee, fragt die AZ. Ganz klare Antwort: ein Drogeriemarkt. In die Räume des ehemaligen Discounters zieht bald wieder Leben ein, aber kein Drogeriemarkt, heißt es in Arendsee.

Für Familie Schmitz sei es kein Problem, wenn sie mit einem neuen Geschäft auch eine Konkurrenz bekämen. „Konkurrenz belebt das Geschäft“, sagen beide. Man müsse sich dem Markt stellen, Dinge anbieten, die andere nicht haben. Das sei für ein Unternehmen selbst eine schwierige Aufgabe, aber der Kunde wisse das zu schätzen, glauben sie.

Ins Geschäft kommt ein Kunde, der Bilder ausdrucken möchte. Das war nach dem Wegfall der Drogeriediscounter in Arendsee nicht mehr möglich. „Wir wollen, dass die Kunden in Arendsee möglichst vieles erledigen können. Das muss das Ziel sein“, sagen sie.

Von Harry Güssefeld

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