Windpark bei Kuhfelde schon in Planung / Kaulitzer Rat spricht sich gegen Enercon-Vorhaben aus

Druck der Befürworter befürchtet

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Zwischen Siedenlangenbeck und Püggen könnten bald sechs ähnliche Windräder gebaut werden.

Kaulitz / Kuhfelde. Während das Projekt zwischen Siedenlangenbeck und Püggen schon weit in der Planung ist, wird das Pferd im Arendseer Ortsteil Kaulitz von hinten aufgezäumt.

Jeweils ist es die Firma Enercon die einen Windpark plant und schon Verträge mit Grundeigentümern geschlossen hat.

In Kaulitz war am Dienstag das Thema Windpark öffentlich diskutiert worden. Pikant: Es gibt noch gar kein ausgewiesenes Windeignungsgebiet. Doch die Enercon versucht schon seit Wochen, sich Grundstücke zwischen Kaulitz und Mechau zu sichern. Das hatte die Verwaltung auf den Plan gerufen – am Dienstag gab es den ersten offiziellen Termin. Die Mehrheit der Gäste lehnte während der Versammlung das vorgestellte Vorhaben ab. Doch nach Aussagen der Enercon hat schon eine Vielzahl der betreffenden Grundstücksbesitzer Nutzungsverträge unterschrieben. Der Ortschaftsrat Kaulitz preschte nun vor und sprach sich gegen einen möglichen Windpark aus – sollte die Fläche auch als Windeignungsgebiet ausgewiesen werden. Ortsbürgermeister Horst Bretschneider befürchtet aber dennoch einen „gewissen Druck“ der Befürworter des Windparks.

Die Ausgangslage in Kuhfelde ist komplett anders. Im Regionalplan wird ein Windeignungsgebiet zwischen Siedenlangenbeck und Püggen ausgewiesen. Die Firma Enercon hat sich dort schon die meisten Grundstücke – es geht um 22 Hektar – gesichert. Im Kuhfelder Rat war am Dienstag ein möglicher Bürgerwindpark ein Thema.

Von Harry Güssefeld und David Schröder

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