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Drei Wochen Umweg wegen neuer Gasleitung

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Werner Gebbert (l.) und Manfred Soltwedel vom Wasserbau Wusterhausen auf der Baustelle in Arendsee. Ihre Aufgabe ist es, den Grundwasserstand abzusenken, um ein neues Rohr in die Erde legen zu können.
Werner Gebbert (l.) und Manfred Soltwedel vom Wasserbau Wusterhausen auf der Baustelle in Arendsee. Ihre Aufgabe ist es, den Grundwasserstand abzusenken, um ein neues Rohr in die Erde legen zu können. © Güssefeld

Arendsee. Autofahrer müssen seit gestern lange Umwege in Kauf nehmen, wenn sie zwischen Arendsee und Zühlen unterwegs sind. Grund sind Arbeiten an der Ferngasleitung 111, die von Steinitz (Salzwedel) nach Rostock Mecklenburg-Vorpommern verläuft.

Im Bereich Arendsee quert sie die besagte Kreisstraße. Und weil genau dort ein neues Leitungsstück eingebaut werden muss, werden die umfangreichen Arbeiten notwendig. Die alte Leitung wird in diesem Bereich durch eine neue ersetzt. Das erfolgt aber nicht mittels Durchörterung, sondern die Straße wird für kurze Zeit auf Baustellenbreite verschwinden, um dann wieder erneuert zu werden.

Werner Gebbert und Manfred Soltwedel von der Firma Wasserbau Wusterhausen gehören zu den ersten Fachleuten, die seit gestern an der ausgehobenen Baugrube mit der freigelegten alten Rohrleitung beschäftigt sind. Ihre Aufgabe: Absenken des Grundwassers, damit die Arbeiten überhaupt durchgeführt werden können. Das Grundwasser steht in diesem Bereich bei rund zwei Meter an, so dass ohne die Absenkung nichts gehen würde. „Während des gesamten Vorhabens muss das Wasser ferngehalten werden, das erfordert ein ständiges Pumpen“, so Manfred Soltwedel. Das Wasser wird zunächst in ein Becken, dann in einen Graben geleitet. So will es das Gesetz hieß es, um zu sehen, was dort in den Graben gepumpt wird. Im Normalfall ist es nur Grundwasser.

Wann die Baustelle wieder hergestellt und der Verkehr wieder freigegeben wird, ist noch nicht ganz klar. Vom Altmarkkreis war das Bauende mit dem 20. Juni benannt worden.

Die Baustelle dürfe auf keinen Fall befahren werden, hieß es. Die Kreisstraße ist aus Arendsee kommend hinter der Abzweigung nach Fleetmark (Thielbeer) voll gesperrt. Die Umleitung wird in beiden Richtungen über Thielbeer-Kerkuhn-Heiligenfelde geleitet.

Übrigens: Die Netto-Weltförderung von Erdgas einschließlich Erdölgas, abzüglich zurückgepresstem und abgefackeltem Gas sowie Eigenverbrauch, betrug 2010 rund 3 239,5 Milliarden Kubikmeter, davon waren Russland und die USA mit jeweils 19 Prozent Weltanteil Hauptförderländer – Russland förderte 2010 wie die USA auch 611 Milliarden Kubikmeter.

Von Harry Güssefeld

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