Kaulitzer Ortschaftsrat sieht einige Brisanz in der Idee aus dem Rathaus

Drei Gemeinschaftshäuser sind zwei zu viel

Das Dorfgemeinschaftshaus in Mechau mitten im Dorf. „Gemeinde Mechau“ steht noch auf dem Schild. Ist es ein Vergessen oder doch die heimliche Hoffnung? Das Haus könnte nun verkauft werden, um Kosten zu sparen. Foto: Güssefeld

Kaulitz / Mechau. Die Diskussionen um die Dorfgemeinschaftshäuser in der Region Arendsee dauern an.

„Wir haben in diesem Jahr mit der Finanzierung keine Probleme, aber in Zukunft sicherlich“, brachte Kaulitz" Ortsbürgermeister Horst Bretschneider während der öffentlichen Ratssitzung zum Ausdruck. Gesprochen wurde auch über die Idee aus dem Arendseer Rathaus, nur noch ein Dorfgemeinschaftshaus für die drei Ortsteile Binde, Mechau und Kaulitz zu nutzen. Die Frage, die sich anschließend stellt, kam prompt: Welches Haus wird überleben?.

Angesichts der Diskussion wollte Bretschneider nicht in die Angelegenheiten anderer Ortsteile eingreifen, erklärte dann aber doch, dass das Dorfgemeinschaftshaus in Mechau (in der Ortsmitte, auch als Gerätehaus genutzt) eventuell verkauft werden soll. Und es nach Möglichkeit für Wohnzwecke umzuwidmen, um auch einen Käufer zu finden. „Die Ortswehr könnte in die ehemaligen Werkstätten und Garagen am Dorfrand umziehen, die Objekte eignen sich ideal dafür, hieß es“, so Bretschneider.

Das Sportzentrum in Mechau wird nicht als Dorfgemeinschaftshaus definiert. „Die Zuschüsse dafür kommen auch auf den Prüfstand. Das Gebäude ist aber nicht mit in der Diskussion, wenn es um die drei Objekte in unseren Ortsteilen geht“, so Kaulitz" Bürgermeister. Sollte das Gemeinschaftshaus in Mechau verkauft werden, stünde nur noch eine Entscheidung zwischen Kaulitz und Binde an. Doch zu weit aus dem Fenster lehnen wollten sich die Kaulitzer Ortschaftsräte auch nicht.

Wieder wurde ein möglicher Verein ins Feld geführt, der das Gebäude als Café oder ähnliches nutzen wolle. Ideen gab es dazu bereits vom Ex-Ortschaftsrat Albrecht Hirschler. Ein soziales Zentrum hatte er einst als Idee genannt, mit einer Küche, einem Autoverleih – ein Anlaufpunkt für Menschen, die Gesellschaft suchen.

Bretschneider und seine Mitstreiter würden eine Schließung des Kaulitzer Dorfgemeinschaftshauses bedauern. Denn es zeige sich, dass eine Feuerwehrversammlung beispielsweise nur im Kulturhaus stattfinden kann – aus Platzgründen. Auch die Weihnachtsfeier, die in diesem Jahr am 8. Dezember ab 15 Uhr über die Bühne gehen soll, findet wieder im Dorfgemeinschaftshaus statt. Ob sich Kaulitzer vorstellen könnten, ihre Feiern in einem Dorfgemeinschaftshaus Binde zu gestalten, scheint angesichts der Diskussionen im Ortschaftsrat als nicht denkbar.

Einziger Weg, ein Haus auch für die Zukunft zu erhalten, ist der, die Mittel aufzubringen, die zum Unterhalt des Hauses notwendig sind. Dazu gehören in Kaulitz auch die bis zu 2500 Euro für Heizöl, die in einem kalten Winter gebraucht werden, so Bretschneider. Noch können man sie aufbringen.

Von Harry Güssefeld

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