Nach kleinem Unfall: Zwangsstopp in Arendsee

Drei Autos wie Granaten: Diese Senioren lieben dicke Motoren

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Bernhard Küpper (l.) und Wolfgang Koch an ihren Fahrzeugen, mit denen sie in Arendsee Station machten. Das Interesse war angesichts der zwei Cobras und der „Cobretta“ groß. Die Männer waren auf dem Weg an die Ostsee.

Arendsee. In Silber, Gelb und Orange standen am Montagabend drei fremdlich anmutende Autos auf dem Parkplatz des Aldi. Bei zweien dieser Fahrzeuge handelte es sich um Cobra-Nachbauten.

Nachbauten eines Autos, das einst für den Rennsport konzipiert und viele Titel eingefahren hat. Wolfgang Koch, längst im Ruhestand, gehört das orangene Geschoss. Ein Chevrolet-Motor mit 5,7 Liter Hubraum, viel Drehmoment und viel Durst. Der Mann, der im Ruhrpott zu Hause ist, freut sich auf die Fahrt durch die Altmark. „Keine Ampeln, kein Stress wie bei uns“, sagt er und spricht im Zusammenhang mit der Altmark vom „Autofahrer-Traumland“. Im Ruhrpott würde seine Granate 21 bis 23 Liter auf 100 Kilometer schlucken, in der Altmark sind es nur 15. Der Mann freut sich echt, wenn auch sein Freund Pech hat: Dessen Cobra muss verladen werden, nachdem er mit dem tief gelegten Auto über einen Bordstein gefahren war und sich die Ölwanne aufgerissen hatte. Damit war in Arendsee Schluss. Das eigentliche Ziel war die Ostsee mit Zwischenstopp Ludwigslust. Und weil Bernhard Küpper sein Auto in die Hände des ADAC geben musste, fuhren beiden in dem orangenen Biest. Der Dritte im Bunde, Werner Sartoris, hatte einst eine Cobra und machte aus einem italienischen Sportwagen eine Cobretta. Egal, die Fahrzeuge machen etwas her und das sollen sie auch: Und so beweisen diese Fahrer wieder einmal, dass Hubraum und hoher Spritverbrauch auch Freude auslösen können. Männerträume lassen sich nicht so einfach verbieten.

Von Harry Güssefeld 

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