„Rares Gut“ Rettungsschwimmer

DLRG-Standort soll im Juli im Integrationsdorf Arendsee gegründet werden

Chris Roemer und Daianira Leja im Integrationsdorf Arendsee.
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Chris Roemer kooperiert gleich mehrfach mit dem Integrationsdorf Arendsee. Dessen Verwaltungsleiterin Daianira Leja verspricht sich viel davon. So soll unter anderem ein DLRG-Standort gegründet werden.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Sie sind ein „rares Gut“, hat Arendsees Bürgermeister Norman Klebe zuletzt immer wieder über ausgebildete Rettungsschwimmer gesagt. Doch das rare Gut wird im Strandbad gebraucht; mit Jens Dittberner konnte immerhin eine wichtige Personalie besetzt werden.

Arendsee – Doch perspektivisch muss etwas in Arendsee geschehen. Wochenlang hatte der Stadtchef mit der Luftkurort-Arendsee-GmbH Ausschau gehalten. Anfangs konnte der Badebetrieb nur tageweise sichergestellt werden. So knapp soll es mit Sicherheit in den kommenden Jahren nicht wieder werden. Das haben sich auch andere Leute gedacht und wollen für Abhilfe sorgen.

Einer von ihnen ist Chris Roemer aus Binde. Der ausgebildete Tauchlehrer erklärte gegenüber der AZ, dass am 22. Juli im Integrationsdorf Arendsee (IDA) ein Standort der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) gegründet werden soll. Eine konkrete Maßnahme gegen den Mangel an Rettungsschwimmern, mit der möglichst noch in diesem Jahr begonnen werden soll. Dafür solle nach AZ-Informationen ein Ausbilder nach Arendsee kommen.

Roemer erhofft sich noch einen zweiten Effekt: dass die Arendseer Jugend besser mitgenommen werde. Wo nämlich ein Angebot ist, da könne auch entsprechendes Potenzial heranwachsen.

Andere Organisationen haben dieses bereits aufgegriffen, beispielsweise die Feuerwehr. Die hat Schülern der Fontane-Bildungsstätte vor einigen Wochen eine Grundausbildung verpasst. Chris Roemer verteilte damals ebenfalls Lehrgangsbestätigungen – die über Erste Hilfe.

Der Mann aus Binde und das Integrationsdorf Arendsee haben übrigens noch eine andere Zusammenarbeit vereinbart. So gibt es dort nun eine Außenstelle des Unternehmens Freizeitspaß Altmark. Daianira Leja, IDA-Verwaltungsleiterin, verspricht sich jedenfalls eine Menge davon. Immer wieder hätten Gäste nach Ideen für die Freizeitgestaltung gefragt. Die der neue Partner nun idealerweise liefert. Die Zusammenarbeit soll mit einer Open-Air-Kinderdisco zum Sommerferienbeginn gefeiert werden, hieß es vorab aus dem Arendseer Integrationsdorf.

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