1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Arendsee

Einwohner-Fragestunde im Ortschaftsrat Leppin: Thema Wasser und kein Ende

Erstellt:

Von: Detlef Güssefeld

Kommentare

Ein sichtlich verwahrloster Wasserhahn ragt vor einer Friedhofskapelle auf einem Rohr aus dem Boden.
Die Friedhofsbesucher in Harpe dürfen sich freuen: Für den seit vier Jahren defekten Wasserhahn gibt es endlich eine Ersatzlösung. © Harry Güssefeld

Wenn Leppins Ortschaftsrat tagt, dann ist sicher, dass Bürger aus Harpe die Einwohnerfragestunde intensiv nutzen. So auch am Montagabend.

Harpe – Erhard Hille begann als Erster, seine Sorgen loszuwerden. Die Dorfstraße, so begann er, ist voller Dreck. Vor allem die Straßen seien durch den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr derart betroffen, dass sich Anwohner nicht in der Lage sehen, diesen Dreck zu beseitigen.

Einen Verweis auf die Straßenreinigungssatzung gab es seitens Ortsbürgermeister Dirk Giemulla nicht. Aber den Hinweis, dass man sich während eines Ortstermins in Harpe umsehen werde. Das sei schon länger geplant, aber soll nun im kommenden Jahr über die Bühne gehen. Dann sollten auch die großen Bäume Thema sein, kündigte Erhard Hille an. Die seien teilweise in einem schlechten Zustand. Er sprach auch von Exemplaren, die vielleicht nicht mehr stehen bleiben dürften. Die zu viele Schäden hätten. Und dann seien noch die vielen Eicheln, die die Bürger beseitigen müssen. Von der Stadt gebe es keine Unterstützung dafür.

Zwei Deckel von Unterflur-Hydranten in einer Mauerecke ziehen die Blicke des Betrachters auf sich.
Aus diesen Unterflur-Hydranten soll mittels Standrohr künftig das Wasser für die Grabpflege sprudeln. © Harry Güssefeld

Thema Wasser auf dem Friedhof und im Gerätehaus: Seit Monaten diskutiert, ist in Sachen Friedhof etwas passiert. Der alte Wasserhahn, der seit vier Jahren nicht mehr funktioniert, hat ausgedient. Voraussetzungen für eine völlig neue Wasserentnahme sind am Eingang des Friedhofes geschaffen worden. Im Frühjahr soll es laufen, das Wasser. Dass aber die Wasserver- und Abwasserentsorgung für das Gerätehaus Probleme machen, weil bauliche Hürden aufgetreten seien, sorgt für Aufregung. Die Harper wollen Wasser auf dem Friedhof - und im Gerätehaus. Denn Feiern der relativ großen Wehr kann es nicht mehr geben, weil es keine sanitären Anlagen vorhanden sind, hieß es. Heißt: weder die Möglichkeiten, auf eine Toilette zu gehen, noch die Hände zu waschen. In heutiger Zeit undenkbar. „Wann wird das alles endlich gemacht?“, fragten die Harper. Antworten darauf gab es nicht, nur ein „es wird daran gearbeitet“. Nachdem Heiko Barthel als Protokollant sich in die Diskussion einschaltete, und meinte, dass die Kosten für Wasser im Gerätehaus vor allem durch die jährlichen Grundgebühren hoch sein würden, machte der Ortsbürgermeister klar: „In Leppin gibt es Wasser und Toiletten, dann wird es in Harpe das auch geben.“

Gegenstand der Diskussion waren dann noch Schilder im Ort. Ein von den Einwohnern gefordertes Ortseingangsschild aus Richtung Gollensdorf wird es nicht geben, hieß es. Der Weg sei kein öffentlicher Verkehrsweg. Das Argument der Harper, das grüne Eingangsschild würde die Verkehrsteilnehmer nicht zu Tempo 50 verpflichten, wurde zur Kenntnis genommen. Nun soll es kein genormtes Ortseingangsschild geben, sondern einen Hinweis auf die im Ort vorgeschriebenen 50 Kilometer pro Stunde. Damit zeigten sich alle zufrieden. Renate Benecke verwies noch auf die verwitterte Beschilderung der Radwege. Die darauf vermerkten Orte seien kaum noch zu erkennen. Dirk Giemulla hatte an dem Abend sehr wohl vernommen, dass es einen Sanierungsstau in seinen Orten gibt. Auch die Arbeiten am Dorfgemeinschaftshaus, über die schon seit Jahren geredet wird, müssten angesichts des fortschreitenden Feuchtigkeitsschadens endlich beseitigt werden, so einige Gäste. „Die Arbeiten werden vergeben. Die Kosten sind hoch, aber das Bauamt wird in Kürze entscheiden“, so Giemulla.

Auch interessant

Kommentare