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Wirtschaftsplan Eigenbetrieb Arendsee: „Auf dem Papier stimmen die Zahlen“

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Von: Detlef Güssefeld

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Drei lebensgroße Figuren aus Stein stehen am Ufer eines Sees.
Soll den Umbau des Strandbades unbeschadet überstehen: Die Figurengruppe an Kasse 1. © Harry Güssefeld

Bislang ist es so, dass der Wirtschaftsplan des Arendseer Eigenbetriebes eine Pacht ausweist, die die GmbH zahlt: Und zwar rund 21 000 Euro für die Nutzung der „Queen“. Doch das soll in Zukunft nicht mehr die alleinige Zahlung sein: Die Kommunalaufsicht hat sich nun eingeschaltet und fordert in Zukunft, das heißt konkret ab 2023, eine Pachtzahlung auch für das Strandbad, den Campingplatz und die Parkplätze. Von rund 80 000 Euro jährlich ist dann die Rede. Darüber hatten jüngst die Mitglieder des Eigenbetriebsausschusses zu befinden.

Arendsee – „Auf dem Papier passt alles. Ich habe meine Zweifel daran, dass die Zahlungen von der GmbH auch geleistet werden können“, sagte Stadtrat Jens Reichardt (Freie Liste) noch während der Sitzung. Zustimmung für Reichhardt kam auch vom seinem Amtskollegen Tino Zachhuber (CDU/SPD). Das Problem: Die Ausgleichszahlungen für den Eigenbetrieb, die die Stadt leisten muss, soll es zukünftig nicht mehr geben. So fordert es die Kommunalaufsicht, und angesichts der Schwierigkeit dieser Aufgabe machte auch Bürgermeister Norman Klebe klar, dass es einer „enormen Kraftanstrengung bedarf“, die Zahlen im Wirtschaftsplan Wirklichkeit werden zu lassen. Auch wenn massive Umbauten in der GmbH geplant sind, die in erster Linie aus Gründen der Kostenersparnis geplant sind, sei noch nicht abzuschätzen, ob es gelinge, lautete der Tenor der Sitzung in der vergangenen Woche. Der geplante Rückbau der Seetribüne belastet aber derzeit weder GmbH noch den Eigenbetrieb. Den finanziere die Stadt, erfuhr die AZ. Inzwischen sind auch Rückbauten im Strandbad erfolgt. Dran glauben musste die Infotafel im Bereich der Kasse 1. Das sei so beschlossen gewesen, erklärte Norman Klebe auf Nachfrage der AZ. Es sollen neue Anlagen errichtet werden. Denn unter anderem waren Erklärungen zum Aufbau und der Kosten der Seetribüne auf einer Tafel aufgelistet. Das hat sich ja nun erübrigt, die Tage der Seetribüne sind gezählt. Auf die Frage, ob weitere Anlagen im Strandbad abgerissen werden und ob es auch die Figurengruppe treffen wird, die seit Jahrzehnten die Besucher im Strandbad begrüßt, erklärte GmbH-Chefin Claudia Schulz: „Das ist nicht vorgesehen.“ Klar ist aber, dass Rutsche und die Wasserspielgärten verschwinden müssen, wenn der Zaun abgerissen wird. Ein Naturbad ist die Idee der Verantwortlichen. Wie das im Einzelnen aussieht –darauf können die Arendseer gespannt sein. Das Ziel ist klar: Die Kosten müssen runter. Einnahmen sollen dann unter anderem mit den Händlern auf dem Areal erzielt werden, die dann Imbiss, Badehosen, Schwimmringe und Getränke anbieten. Und vielleicht Postkarten, auf denen zu sehen ist, wie es einst im Strandbad in Arendsee aussah.

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