1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Arendsee

Solarpark Fleetmark: Wer darf wo investieren?

Erstellt:

Von: Detlef Güssefeld

Kommentare

Zahlreiche Frauen und Männer beugen sich über einen Plan und diskutieren angeregt.
Intensive Diskussion in Fleetmark: Das Thema Solarpark-Konzept sorgt für großes Interesse. © Harry Güssefeld

Das Interesse am Thema Solarparks in Arendsee und speziell in Fleetmark ist groß. Auf der Tagesordnung der kürzlichen Ortschaftsratssitzung in Fleetmark stand dann auch das gesamträumliche Photovoltaik-Freiflächenkonzept.

Fleetmark – Heike Meyer und Jasmin Scheffler vom Bauamt erläuterten den Plan, beantworteten Fragen der erschienenen Landbesitzer, die sich für Photovoltaik-Anlagen auf ihren Flächen interessierten.

In der Gemarkung Fleetmark sind vier Flächen vorgemerkt, auf denen Solarparks entstehen sollen oder könnten. Dabei geht es um je zwei Flächen (5,8 und 13 Hektar) nördlich von Molitz sowie an der Bahnlinie in Lübbars (4,6 und 6,9 Hektar). Verwundert zeigte sich ein Gast, als er die ausgewiesenen Naturschutzgebiete entdeckte, in denen auf keinen Fall Solaranlagen gebaut werden dürfen. „Warum bekommen wir als Eigentümer keinen Hinweis, dass dort Naturschutz gilt?“, fragte er. Der Planer habe, so die Frauen vom Bauamt, Unterlagen der Landesentwicklung und Regionalplanung genutzt. Und die Flächen nach Tourismus, Landwirtschaft und auch Naturschutz zu einem Konzept zusammengefügt. So kommen die wenigen Flächen zum Vorschein, auf denen Solarparks entstehen könnten. Auch die Frage, wie weit entfernt von den Bahnlinien Solaranlagen entstehen könnten, konnte nicht genau beantwortet werden.

Bislang seien es 250 Meter, derzeit werden 500 Meter diskutiert, so die Arendseer Bauamtsmitarbeiterinnen. Es gibt weiter Redebedarf, stellte Ortsbürgermeister Jörg Kratz schließlich fest. Und so soll es eine Versammlung im Dezember geben, auf der noch einmal konkret über die Situation in der Gemarkung Fleetmark gesprochen wird. Christoph Plönnigs aus Molitz forderte in seinem Statement, die engen Regeln zu lockern. „Wenn es Ackerflächen mit 20 Bodenpunkten gibt, dann sollte es kein Problem sein, dort in Solaranlagen zu investieren“, sagte er. Auf der einen Seite werde nach Alternativen zur Energiegewinnung gesucht – dann müsse man erfahren, dass es so enge Regeln gebe. Dass mögliche Investitionen auch von der Meinung eines Ortschaftsrates abhängig seien, wurde während der Diskussion am Sitzungsabend von den Gästen befürchtet. Das schaffe eine Art Spannung in den Dörfern, nicht nur in Fleetmark. Doch Ortsbürgermeister Kratz erklärte gegenüber der AZ, dass es nicht um die Namen der Landbesitzer gehe, sondern um die mögliche Umsetzung der Wünsche unter Berücksichtigung des Konzeptes. Fakt sei nämlich auch, dass es ausgewiesene Flächen gebe, sich für diese aber bislang keine Investoren finden.

Auch interessant

Kommentare