Ercan Topal kritisiert Deponie GmbH / Unternehmen verweist auf Satzung

Dessauer Worth: Sperrmüll soll weg

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Der Sperrmüll liegt seit einigen Wochen an der Straße Dessauer Worth. Arendseer hatten Probleme, den Gehweg zu nutzen. Nun wurde vom Besitzer angekündigt, dass er den Abfall auf der Cheiner Deponie entsorgen will.

Arendsee. Der Sperrmüll, der seit einigen Wochen im Gehwegbereich am Dessauer Worth liegt und es Spaziergängern schwer machte, diesen zu nutzen (AZ berichtete), soll entsorgt werden. Darauf verwies Ercan Topal, dem das Grundstück gehört.

Er wandte sich an die Altmark-Zeitung und kritisiert die Deponie GmbH, die sich um die Abfuhr von Sperrmüll kümmert.

So habe Topal die Gegenstände rechtzeitig vor dem Termin rausgelegt und verwies darauf, dass „drei Meter weiter alles weggefahren wurde“. Zudem sei inzwischen weiterer Müll auf der Fläche entsorgt worden, der aber nicht aus dem Wohnblock stamme. Auch im Gebäude habe er immer wieder Probleme mit illegaler Müllentsorgung und Diebstählen, so Ercan Topal.

Auf Nachfrage der AZ erläuterte die Deponie GmbH des Altmarkkreises ihre Sicht. Geschäftsführer Steffen Romatschke erklärte, dass es bis November keine Anmeldung für Mülltonnen an diesem Block gegeben habe. Somit wurde auch kein Sperrmüll mitgenommen – das war Ende September. Ercan Topal teilte schriftlich mit: „Der Sperrmüll wurde von der Entsorgergesellschaft deswegen nicht mitgenommen, weil die Mülltonnen geklaut wurden.“

Der Deponie-Geschäftsführer verweist auf die aktuelle Satzung und nannte ein weiteres Detail: Nicht alles, was dort liegt, falle unter den Begriff Sperrmüll. Türen gehören nicht dazu, werden somit auch nicht mitgenommen. Zudem gebe es eine maximal erlaubte Menge von fünf Kubikmetern pro Abfuhr.

Steffen Romatschke sagte, dass es Gespräche mit Ercan Topal gab. Auch darüber, was das Entsorgen auf einer Deponie kostet. Dorthin solle der Müll nun – und zwar nach Cheine. Ercan Topal will sich darum kümmern und bezog im AZ-Gespräch auch Stellung zu seiner Ankündigung vom November 2017, in Arendsee 2018 sanieren zu wollen. Derzeit habe er ein anderes Projekt, die Blöcke im Luftkurort stünden aber weiterhin auf dem Plan.

Von Christian Ziems

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