Stadträte und Bürger reden über die Piste von der Bahnhof- bis zur Feldstraße

Dessauer Worth in Arendsee bleibt im Blick

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Die Straße Dessauer Worth. Kein vernünftiges Straßenprofil – eigentlich eine Katastrophe. Die Planungen sollen beginnen.

Arendsee – Dessauer Worth – zukünftig eine Einbahnstraße oder nicht? Darüber diskutierten am Mittwochabend Stadträte und Bürger während des Bauausschusses im Arendseer Rathaus. Unterlagen machten die Runde, Zeichnungen.

Das aber seien keine Planungsunterlagen, sondern Ideen. Und man wolle gemeinsam überlegen, welche der Varianten die bessere sei.

Der große Unterschied der beiden Vorschläge: die Straßenbreite. Einmal wird eine Straßenbreite von 5,50 Meter angenommen, die andere weist eine Straßenbreite von 4,50 Meter aus. Klar sei, dass ein Begegnungsverkehr, beispielsweise zwischen einem Lkw und einem Pkw, auf der schmaleren Straße problematisch sei, machte Planer Arthur Bräsel deutlich. Aber dabei würden Gehwege unterstützen, wenn sie denn überfahrbar wären.

Stadtrat Jens Reichardt verwies in seinen Ausführungen auf  Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung, in dem von Vorsicht und gegenseitiger Rücksichtnahme die Rede ist. Er befürwortete Grünflächen, die bei der 4,50-Meter-Variante eher möglich wären. Eine Einbahnstraße lehnte er ab, sprach sich aber für Grünflächen aus, um den anfallenden Regen aufnehmen zu können.

Andere sprachen sich für einen abgesenkten Bord aus, um ihn, wie erläutert, im Bedarfsfall überfahren zu können. Auch Kostengründe wurden angesprochen. Stadtrat Bernd Jagodzinski fragte sich, ob die Straße nach einem erfolgten Ausbau mehr Verkehr aufnehmen müsste, weil die Autofahrer die derzeitige Huckelpiste doch eher meiden würden.

Die Straße selbst soll, so der Planer, mit Asphalt gestaltet werden, der Gehweg klassisch mit Pflaster. Bürger meldeten sich zu Wort, durften auch zum Thema sprechen. So wurden Wünsche geäußert. Nach breiten Zufahrten zu den Gehöften oder auch Parkplätzen. Der Planer glaubt, dass die Trinkwasseranschlüsse erneuert werden, und Bürgermeister Norman Klebe hofft, dass schnelles Internet auch die Anwohner erreichen wird. Irgendwann, falls Arendsee vielleicht wieder in eine Förderung kommt. Deshalb sollen Leerrohre verlegt werden, um die Häuser schnell ans weltweite Internet anschließen zu können. Der Bedarf in Arendsee sei groß, hieß es.

Wann wird gebaut?, wollten Anwesende wissen. Nicht vor 2021, hieß es. Denn alles brauche seine Zeit und einen genehmigten Haushalt, den man nicht habe. Die Pläne werden irgendwann ausgelegt. Die Bürger haben dann die Möglichkeit, Hinweise und Ratschläge zu geben. Davon solle man auch Gebrauch machen, so Stadtrat Sven Schottenhamel.

VON HARRY GÜSSEFELD

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