Arendseer Sekundarschüler setzen sich mit Rechtsextremismus auseinander

„Die Demokratie braucht Demokraten“

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Die Schüler halfen beim Aufbau der Ausstellung. Diese bleibt bis zum Freitag in der Bildungsstätte und soll zum Austausch über verschiedene Themen animieren.

cz Arendsee. „Erlebniswelt Rechtsextremismus“, „Was tun bei Stammtischparolen“ und „Gefahren für die Demokratie“ – so lauten einige Überschriften auf großen Tafeln, die den Kern einer Ausstellung bilden.

Mitarbeiter der Friedrich-Ebert-Stiftung stellten diese gestern im Kunstraum der Arendseer Fontane-Schule auf.

Ein Hintergrund ist der Wunsch der jungen Altmärker, über diese Themen zu diskutieren. So finden es einige Jugendliche unpassend, wie sich Mitschüler über Flüchtlinge äußern. Im Rahmen von verschiedenen Projekten bildet die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ einen Eckpfeiler. Zehntklässer sahen sich die Details gestern nicht nur an. Einige von ihnen wurden von Markus Kasseckert und Robert Hübner auch zu Ausstellungsführern geschult. Die Stiftungsmitarbeiter wollen, dass sie bis Freitag weitere Jugendliche zum Anschauen und Diskutieren animieren. Bis dahin bleibt die Ausstellung in der Bildungsstätte. Schulsozialarbeiterin Janine Gyhra kümmerte sich um die organisatorischen Details.

„Die Demokratie braucht Demokraten“, zitierte Robert Hübner Friedrich Ebert, erster Reichspräsident der Weimarer Republik. Dazu gehört das Diskutieren über verschiedene Standpunkte. Dies griff gestern auch Schulleiterin Doreen Melms auf und machte deutlich, dass verschiedene Meinungen toleriert werden sollten. Demokratisches Auseinandersetzen damit gehöre dazu, dies wird den Schülern auch mit diesem Projekt beigebracht.

„Sachsen-Anhalt hält hinsichtlich der Straf- und Gewalttaten der rechtsextremen Szene seit Jahren einen Negativrekord: Mit 2,84 Gewaltdelikten je 100 000 Einwohnern hat das Land die höchste Quote rechtsextremer Gewalttaten in der Bundesrepublik“, heißt es in einem Info-Flyer der Friedrich-Ebert-Stiftung. Demokratische Punkte wie Wahlen, Parlamente und das Grundgesetz seien keine Selbstverständlichkeit, wie gestern Vormittag mehrfach betont wurde.

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