Feuchte Überraschung zum 50. Geburtstag / Sparen für das neue Gerätehaus

„Das müssen wir üben“

Kameraden der Arendseer sowie umliegender Wehren gratulierten Hans-Joachim Hínze (r.) am Montagabend zum
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Kameraden der Arendseer sowie umliegender Wehren gratulierten Hans-Joachim Hínze (r.) am Montagabend zum 50. Geburtstag. Er ist seit April 2010 Stadtwehrleiter und damit für die komplette Einheitsgemeinde zuständig.

Arendsee. Feuereinsatz am Ahornweg: Doch die Kameraden rückten zu keinem Brand aus. Es ging zum 50. Geburtstag von Arendsees Stadtwehrleiter Hans-Joachim Hinze.

Die Ehrenamtlichen machten sich einen Spaß und ließen zunächst die Ehefrauen an die Kübelspritze – das endete im Chaos. „Das müssen wir üben“, kommentierte der Stadtwehrleiter. Dann kamen die ausgebildeten Feuerwehrleute und spritzten einer Tradition folgend das Hausdach nass.

Unter den Zuschauern war auch Arendsees Bürgermeister Norman Klebe. Im Gespräch mit der AZ äußerte er sich zu einem lang gehegten Wunsch der Arendseer Kameraden: Ein neues Gerätehaus. „Wir sollten nicht mehr darauf warten, dass es Fördermittel vom Land gibt, denn danach sieht es nicht aus“, so das Stadtoberhaupt. Er plädiert für einen anderen Weg. Ein Teil der alljährlichen Investitionspauschale soll für das Projekt zur Seite gelegt werden. In diesem Jahr sind es nach derzeitigem Stand 230 000 Euro, die nicht ausgegeben werden. Auch eine Kreditaufnahme wird nicht komplett ausgeschlossen. Allerdings sind die Hürden für die klamme Einheitsgemeinde, die allein 2012 mit einem Haushaltsloch von rund einer Million Euro zu kämpfen hat, hoch. Für das Gerätehaus sind rund 1,3 Millionen Euro nötig.

Kämmerin Sigrid Lüdecke unterstrich gestern, dass zunächst der angestrebte Neubau der Kindertagesstätte in Arendsee Vorrang hat. Beim Gerätehausprojekt ist also weiterhin Geduld gefragt. Das derzeitige Objekt an der Bahnhofstraße ist bekanntlich zu eng für die Arbeit, die die Kameraden leisten. Auch die Feuerwehrunfallkasse hat bereits vor einigen Jahren die Missstände protokolliert – daraufhin gab es Nachrüstungen. Doch dies ändert nichts daran, dass sich die vorhandene Gebäudefläche nicht vergrößern lässt. Die Schlussfolgerung ist ein Neubau.

In Sachen Standort wurde immer wieder über den Platz neben dem einstigen Penny-Markt diskutiert. Doch nach Aussage von Norman Klebe rückt ein weiteres Gelände ins Blickfeld – die städtische Wiese an der Salzwedeler Straße. Wann gebaut wird, ist aber weiterhin unklar. Frühestens 2014 könnte es konkret werden. Voraussetzung: Die Finanzierung steht bis dahin.

Von Christian Ziems

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