Pfingsten war ein Anfang

Das gastronomische Leben am Strandbad Arendsee erwacht wieder

Bürgermeister Norman Klebe (v.l.), „Segler-Heim“-Betreiber Mirko und Monika Schramm sowie Ulrich Seedorf, Vorsitzender des Segler-Clubs Arendsee auf dem Außengelände des „Segler-Heims“ in Arendsee
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Monika und Mirko Schramm (2.v.l.) betreiben am Arendseer Strandbad unter anderem das „Segler-Heim“ und die Pizzeria. Ulrich Seedorff (r.) ist Chef des Eigentümers, des Segler-Clubs Arendsee. Bürgermeister Norman Klebe informierte sich am Dienstag über die Situation. Diese scheint sich nun aufgrund der Lockerungen zum Guten zu wenden.
  • Jens Heymann
    vonJens Heymann
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Für das erste Wochenende sei es in Ordnung gewesen, fasst „Segler-Heim“-Betreiberin Monika Schramm das Besucheraufkommen am Pfingstwochenende in Arendsee zusammen. Die Terrasse sei für geimpfte, genesene oder getestete Gäste offen gewesen. Vor dem Imbisswagen habe es am Montag über Stunden eine Schlange gegeben.

Arendsee – Mit der gültigen 13. Eindämmungsverordnung von Sachsen-Anhalt ist wieder mehr möglich für Gastronomen und Tourismusanbieter. Vor allem für den Innenbereich von Gaststätten wie das „Segler-Heim“. Werden Regeln wie etwa Abstände und Tischanordnung eingehalten, steht dem Geschäft nichts mehr im Wege. Ab Freitag wollen Monika und Mirko Schramm täglich öffnen; die Pizzeria nebenan soll im Juni folgen. Damit nimmt im touristischen Zentrum von Arendsee, am Strandbad, die Gastronomie Fahrt auf.

Der Außer-Haus-Verkauf und der Imbiss haben die Schramms in der Lockdown-Phase über Wasser gehalten. Ohne wäre es nicht möglich gewesen, blicken beide auf turbulente Corona-Zeiten zurück. Im März 2020 geschlossen, im Mai wieder aufgemacht, ab November erneut zu. Die Mitarbeiter hatten sie in Kurzarbeit geschickt – trotzdem seien sie den Winter über meist die einzigen Versorger in der Gegend gewesen, erzählen die Gastronomen. Vor allem manch älterer Einwohner von Arendsee habe sich an den Koch-Service gewöhnt.

Die staatlichen Hilfen hätten lediglich für die Unkosten gereicht; davon leben können sie aber nicht, sagt Mirko Schramm. Viele Feiern seien ausgefallen. Immerhin ein paar Kunden wollen sie nachholen. Viele lassen es auch einfach, ergänzt er.

Wie viele andere auch hat sich das „Segler-Heim“ auf Gäste vorbereitet. Tests sind angeschafft worden, und die Zuversicht steigt wieder. Der Eigentümer der Anlage, der Segler-Club Arendsee, sei den Betreibern entgegengekommen und erlaube im Außenbereich das Mitnutzen der Wiese, so dessen Chef Ulrich Seedorff. Auch er hofft auf das Anspringen des Tourismus und sieht noch viel Potenzial. Viele Menschen aus den Nachregionen würden Arendsee gar nicht kennen.

An einem Faktor hat jedoch auch eine Pandemie keinen Anteil: Während des Gesprächs mit den Schramms und Ulrich Seedorff zieht eine Regenfront auf. Schlechtes Wetter haben sie in Arendsee gar nicht gerne. Dann ist das Geschäft tot.

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