Frische Kraft für große Aufgaben

Claudia Schulz hat ihren Posten als GmbH-Geschäftsführerin angetreten

Luftkurort-Arendsee-GmbH-Geschäftsführerin Claudia Schulz im Gespräch mit Bürgermeister Norman Klebe
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Claudia Schulz im Gespräch mit Bürgermeister Norman Klebe. Die neue Luftkurort-Arendsee-GmbH-Geschäftsführerin ist seit Montag im Dienst und hat ihr Büro im „Haus des Gastes“. Mit der AZ sprach sie über künftige Aufgaben.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Seit Montag gibt es eine neue Chefin im „Haus des Gastes“ – genauer gesagt bei der Luftkurort-Arendsee-GmbH. Claudia Schulz aus Dewitz (Altmärkische Höhe) hatte sich im mehrstufigen Auswahlverfahren gegen rund ein Dutzend Mitbewerber durchgesetzt und soll nun den städtischen Tourismus voranbringen.

Arendsee – Die 47-Jährige, die ursprünglich aus der Bauhausstadt Dessau stammt und der Liebe wegen in die Altmark gezogen ist, verfügt über vielfältige Erfahrung im Gastronomie-, Hotel- und Personalwesen, darüber hinaus in Branchenverbänden und der Existenzgründung. Die Anforderungen durch den Geschäftsführerposten bei der GmbH dürften auch all diese Fähigkeiten abverlangen.

Als sie die Stellenausschreibung gelesen habe, hätte sie festgestellt, dass vieles beruflich passen würde. Außerdem liebe sie den Arendsee, umrunde ihn mehrmals die Woche und habe auch ihren Bootsführerschein gemacht.

Ihr sei schon früh klar gewesen, sagt Claudia Schulz, dass einiges auf sie zukommen werde. Und sie gibt zu, im Vorfeld überlegt zu haben, ob sie es hinbekomme. Letztendlich wollte sich die 47-Jährige der Aufgabe stellen – und das muss sie nun.

Dass im Arendseer Tourismus im Allgemeinen und bei der Luftkurort-GmbH im Speziellen vieles überdacht und zukunftsfähig gemacht werden muss, ist kein Geheimnis. Die Liste der Probleme ist lang – von den Finanzen über Investitionen bis hin zu Strukturfragen. Claudia Schulz will eine Form von nachhaltigem Tourismus entwickeln, den Sanierungsstau abarbeiten und zeitgemäße Dinge wie eine einheitliche EDV und Onlinebuchungen einführen. Mit Beteiligten müsse gesprochen und Prioritätenlisten erstellt werden. Alles auf einmal gehe natürlich nicht, sagt sie – aber ein Anfang müsse nun her.

Obwohl erst wenige Tage dabei, hat Claudia Schulz mit ihrem Team bereits ein Zeichen gesetzt und einige Termine für das kommende Jahr in den Veranstaltungskalender eingetragen. Der 30. Geburtstag der „Queen Arendsee“ soll beispielsweise am 1. April gefeiert werden, die Badesaison am 13. Mai beginnen. Ein Strand- und ein Oktoberfest lassen sich ebenfalls in der Liste finden. Auch die Zusammenarbeit mit den privaten Anbietern des Wasserparcours soll weitergehen. Noch in ihrem Urlaub habe sie über erste Dinge gebrütet und sich mit den GmbH-Mitarbeitern beraten, erklärt die Geschäftsführerin.

Auf dem Campingplatz gibt es eine Menge zu tun. Claudia Schulz nennt das Sanitärhaus als größtes Manko. Auf der Anlage müsse insgesamt eine grundsätzliche Struktur her, sagt sie. Und wird sich eher früher als später auch mit den Vorstellungen der Arendseer Politik auseinandersetzen müssen.

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