Luftkurort-GmbH sucht nach Lösung / Im Raum oder auf dem ganzen Platz?

Camperwunsch: Online auch zwischen den Kiefern

Per internetfähigem Handy und dem jeweiligen Provider geht es per Telefon auch ins Internet. Doch auf dem Campingplatz soll es ein eigenes Angebot geben – auch für die Urlauber, die konventionell ins Netz wollen. Foto: Güssefeld

Arendsee. Kommen deutsche Urlauber aus dem Ausland zurück, erzählen sie oft von den guten Bedingungen, wenn es um den Internetanschluss geht.

In Deutschland herrscht in dieser Angelegenheit oft noch Flaute, obwohl auch die Anbieter von Hotelbetten erkannt haben, dass man damit auch punkten kann.

Unentgeltlich – das wird immer noch ein Traum bleiben. Oft werden für eine Stunde bis zu zwei Euro verlangt. „Gesucht wird auf dem Campingplatz eine für alle annehmbare Lösung“, erklärte der Chef der Luftkurort-Arendsee-GmbH, Michael Meyer, gestern auf Nachfrage der AZ. Dass es Internet für alle geben soll, darüber ist man sich mit Fachleuten schon einig. Doch wie soll sich das gestalten? Die Größe des Platzes sorge für einen großen technischen Aufwand, um allen die gleiche Leistung zu bieten.

Nachgedacht wird auch über einen Raum, in dem Internet genutzt werden könnte, eventuell im Fernsehraum. Zunächst hatte man auch die „Platte“, den Platz der Imbissversorgung, ins Visier genommen. Doch bei Regen und Wind wolle man die Camper nicht zwingen, mit ihrem Laptop ins Netz zu gehen. „Wir wissen, dass wir auf Dauer den Zustand, kein Internet anbieten zu können, nicht aufrechterhalten können. Das wird in Kürze ein Standortfaktor sein und bei der Buchung des Urlaubs eine Rolle spielen“, so Meyer. Er selbst versuchte gestern, mit seinem Handy ins Netz zu gehen. Das funktionierte, doch die Urlauber wollen mit ihren Laptops ins Netz. So sei das nun mal.

Über die Nutzung besteht bereits Einvernehmen: In der Zentrale auf dem Platz wird der Zugangscode zu bekommen sein. Stunden-, tage- oder auch wochenweise. „Wir müssen erst einmal einen Kostenrahmen haben, um die Preise dann festlegen zu können“, so Meyer.

Geld verdienen, darum gehe es der GmbH in dieser Sache nicht. Es gehe einzig und allein um den Service, der angeboten werden soll und „eigentlich schon längst überfällig ist“. „Wir haben uns das auf unsere Fahnen geschrieben“, machte Michael Meyer klar.

Von Harry Güssefeld

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