Arendseer Hotelier zeigt Filmteam Leckeres der Region für Werbevideo

Burghard Bannier als Hochzeitssuppen-Botschafter

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Burghard Bannier schaute sich gestern das Video auf dem Hotelbildschirm an. Darin erzählt er auch eine frühere Ansage seines Vaters: „Zur Hochzeit gibt es Hochzeitssuppe.“ Dabei wollte er dies bei seiner eigenen Heirat zunächst nicht, beugte sich aber. 

Arendsee. Hochzeitssuppen-Botschafter ist wohl kein offizieller Titel, doch Burghard Bannier könnte ihn tragen. Der Hotelier stand bereits im August 2017 vor der Kamera, vor wenigen Tagen wurde das Video veröffentlicht.

Hintergrund ist eine Werbeoffensive der Deutschen Zentrale für Tourismus. Für die Bundesrepublik wird international geworben, Ansatzpunkt ist die kulinarische Vielfalt. Jedes Bundesland wird mit einem Gericht in Verbindung gebracht. Die Altmärkische Hochzeitssuppe hat in Sachsen-Anhalt andere Spezialitäten wie Salzwedeler Baumkuchen und Harzer Käse aus dem Rennen geworfen.

Ein beauftragtes Filmteam machte sich auf den Weg, um das Zubereiten der einzelnen Gerichte festzuhalten. Bei der Altmärkischen Hochzeitssuppe war es zunächst nicht so einfach, Interessierte zu finden. Es gab Scheu vor der englischen Sprache. Denn „Enjoy German Food“ (genieße deutsches Essen) soll ja international laufen. Burghard Bannier, Chef des Flair-Hotel „Deutsches Haus“, griff zu. „Solche Gelegenheit kann man sich nicht entgehen lassen. Das ist eine tolle Werbung für uns, Arendsee, die Altmark und natürlich Sachsen-Anhalt.“

Er hatte keine Hemmungen, vor der Kamera das Zubereiten der Altmärkischen Hochzeitsuppe zu zeigen, von seiner Heimat zu erzählen und natürlich Vorzüge des Luftkurortes zu unterstreichen. Das fünfköpfige Filmteam war zwei Tage in der Region, drehte zum Beispiel an der Elbe. Im Mittelpunkt stand die kulinarische Spezialität.

„Das war schon verrückt“, meinte Burghard Bannier und erklärte gestern, wie es hinter den Kulissen ablief. Für drei Minuten Film wurde knapp 13 Stunden gedreht. 14 Liter Hochzeitssuppe waren nötig, um die einzelnen Szenen, die drei bis vier Mal wiederholt wurden, in den Kasten zu bekommen. „Ich habe kein Schauspielunterricht genommen und so geredet wie immer“, meinte der Hotelier mit einem Schmunzeln. Da das Team nicht in der Küche aufnehmen wollte – dies erfolgte bereits in anderen Bundesländern – wurde zum Beispiel der Seesteg des Hotels genutzt. Das Wetter spielte mit, sogar ein kleines Boot fuhr vorbei. „Das war nicht arrangiert, sondern Zufall – wirklich“, erklärte Burghard Bannier mit einem Grinsen. Das Team zeigte sich von der Kulisse der „blauen Perle“ beeindruckt. 

Von Christian Ziems

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