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Die bundesweite Grundsteuerreform bereitet so manchem Arendseer Sorgen

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Von: Jens Heymann

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Die Stadt Arendsee hat ein mehrseitiges Infoblatt zur geplanten bundesweiten Grundsteuerreform veröffentlicht.
Die Stadt Arendsee hat ein mehrseitiges Infoblatt zur geplanten bundesweiten Grundsteuerreform veröffentlicht. Im Rathaus sollen sich bereits einige besorgte Grundeigentümer gemeldet haben. © Heymann, Jens

Die Grundsteuer ist ein in der Einheitsgemeinde Arendsee zuletzt arg strapazierter Begriff. Nachdem eine Erhöhung erst einmal vom Tisch ist, kommt nun mit der bundesweiten Reform eine ganz neue Herausforderung auf Eigentümer zu. Im Sanne-Kerkuhner Ortschaftsrat war dies kürzlich ein Thema.

Sanne / Arendsee – Gerade ältere Mitbürger hätten sich im Rathaus diesbezüglich gemeldet, berichtete Arendsees Bürgermeister Norman Klebe, in Sanne als Vertreter der Verwaltung dabei. Nicht nur die Neuberechnung der Steuer (die alten Werte gehen bis auf das Jahr 1935 zurück), sondern auch die grundsätzliche Pflicht zur elektronischen Übermittlung der Daten – also per Computer und Internet – sorge vielerorts für Kopfzerbrechen. Papier ist laut Informationsblatt auf der Arendseer Stadtseite nur in besonderen Ausnahmefällen erlaubt. Wie das in der Praxis funktionieren soll, fragt sich allerdings auch die lokale Politik.

Die Gemeinde Arendsee sei bei dem Verfahren nur Zaungast, verweis Norman Klebe auf das Salzwedeler Finanzamt als Hauptansprechpartner. Erst 2024 werde Arendsee „halbwegs klare Bilder“ sehen, wie sich die Einnahmen aus den Grundsteuern zusammensetzen. Denn bis Ende 2024 gilt noch das alte System. Sollte sich das Gesamtvolumen beispielsweise erheblich erhöhen, könnte die Stadt mit den Hebesätzen heruntergehen, deuteten sowohl Klebe als auch Sanne-Kerkuhns Ortsbürgermeister Jens Reichardt an. Doch das ist noch Zukunftsmusik.

Aktuell geht es vielmehr darum, den fragenden Mitmenschen zu helfen. Klebe und Reichardt brachten Sprechstunden ins Gespräch. Vielleicht entsendet das Finanzamt einen Mitarbeiter in eine Einwohnerversammlung, lautete eine Idee. Der Ortschaftsrat könnte für seine Bürger eine besondere Sprechstunde zum Erklären der Formulare anbieten, eine andere. Auch die Stadtkämmerei sei in dem Thema „sattelfest“, so Norman Klebe.

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