Siegfried Bartling aus Volzendorf nahm gestern Ehrung in Lüchow entgegen

Bundesverdienstkreuz für einen Freund der Altmärker

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Lüchows Landrat Jürgen Schulz (r.) überreichte gestern das Bundesverdienstkreuz an den Volzendorfer Siegfried Bartling.

Lüchow / Volzendorf. Siegfried Bartling aus Volzendorf hat gestern in Lüchow das Bundesverdienstkreuz überreicht bekommen. Sichtlich gerührt, nahm der 71-Jährige die Ehrung aus den Händen von Lüchows Landrat Jürgen Schulz entgegen.

„Ich bin stolz, ja, das kann ich mit Gewissheit sagen, etwas überwältigt“, so der Volzendorfer noch vor dem offiziellen Teil in den Räumen des Wasserverbandes Wendland, bei dem er von 2000 bis 2011 als Vorstandsvorsteher tätig war.

Für Lüchows Landrat ist Siegfried Bartling kein Unbekannter. Beide kennen sich aus der Kommunalpolitik. Für ihn sei es deshalb eine besondere Ehre, die Auszeichnung im Namen des Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff zu übergeben: für besondere Verdienste um Volk und Staat.

Siegfried Bartling hat gute Freunde in der Altmark. Mehr noch: Nach der politischen Wende und dem Mauerfall hatte sich der Volzendorfer insbesondere für das menschliche Zusammenwachen von Ost und West eingesetzt. Seinem Engagement ist es mit zu verdanken, dass es die gute Freundschaft zwischen Jeebel und Volzendorf gibt. Die Einheitsfeste sind bereits legendär. Die gesellschaftlichen Aufgaben, denen sich der Geehrte in rund fünf Jahrzehnten verschrieben hatte, sind so zahlreich, dass in einem Gespräch Bartlings mit der AZ mehrere Stunden vergingen. Feuerwehr, SPD – dann CDU, stellvertretender Samtgemeindebürgermeister, 35 Jahre im Kreistag – Siegfried Bartling versuchte, das alles Revue passieren zu lassen. „Wenn man mich fragt, dann würde ich alles noch einmal so machen. Unter den gegebenen Umständen so zu handeln, wie ich gehandelt habe, war richtig“, erklärte der 71-Jährige.

Dass er irgendwann einen Schlussstrich zog, sich aus allen Ämtern zurückzog und seine Verantwortung in andere Hände legte, sei auch genau so gewollt. Sein Anwesen in Volzendorf, seine Pferde, sein Wald, seine Wiesen und Gärten seien ihm wichtig. „Ich habe mir auch in meinem 37-jährigen Berufsleben bei SKF in Lüchow immer gewünscht, einmal in meinem eigenen Wald spazieren zu gehen“, erzählte der Geehrte.

So ein wenig ist für ihn die Ehrung mit dem Bundesverdienstkreuz auch eine Anerkennung seines Lebenswerkes. Und er wollte gestern all die Menschen dabeihaben, die ihm wichtig sind. Seine Familie, seine Freunde, einstige kommunalpolitische Weggefährten – unter ihnen waren auch Lore und Manfred Zemke aus Kläden. „Meine Verbindungen nach Kläden begannen im Februar 1989. Zum Karneval war ich gekommen. Die Verbindung in die Altmark, auch nach Jeebel zu Erdmann Schulz oder zu Dr. Hans-Heinrich Jordan aus Jübar, sind prägend gewesen“, so der Volzendorfer. Diese wichtigen Menschen gratulierten ihm gestern zuerst.

Von Harry Güssefeld

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