Veranstaltung unterbrochen

Bombendrohung bei Simson-Rennen: Anruf kam aus Arendsee

Schon lange vor den einzelnen Rennen warteten die Fahrer ungeduldig auf den Start. Mit 103 Fahrern waren so viele Teilnehmer dabei, wie noch nie zuvor in Dessau.

Dessau. Eine Bombendrohung überschattete das 7. Simson-Rennen in Dessau am Sonnabendabend. „Gegen 20.45 Uhr erhielt ich einen Anruf von der Polizei“, erzählt Organisator Jens Freimann, „und sie sagte mir, dass für unsere Veranstaltung eine Bombendrohung eingegangen ist. “

Es wurde gedroht, dass in einem der Benzinkanister eine Bombe versteckt sei.

Organisator Jens Freimann.

Für zirka eine halbe Stunde wurden die Rennen unterbrochen, und die Polizei war mit zwei Spürhunden vor Ort. „Da nur die Fahrer solche Kanister dabei hatten, haben wir sie natürlich alle gleich darüber informiert“, berichtet Freimann. „Wir haben uns auch in Absprache mit der Polizei geeinigt, dass sie diese Kanister auf eine frei stehende, beleuchtete Wiese bringen sollen“, so der Organisator der beliebten Veranstaltung. Dort wurden die Behälter von der Feuerwehr beaufsichtigt. Auf dem Gelände ging die Suche mit den Spürhunden weiter, eine Bombe konnte nicht gefunden werden. Die Polizei blieb bis zum Ende der Veranstaltung vor Ort. Nachdem der Schreck überwunden war, wurden die Rennen fortgesetzt.

„Monatelange Vorbereitungen – und dann gibt es solche Idioten, die uns alles kaputt machen wollen. Sowas ist einfach das Allerletzte“, ärgert sich der Organisator, „wir hatten wirklich Glück, dass das Rennen nicht abgebrochen werden musste.“ Der Täter ist weiterhin unbekannt. Nach Angaben der Polizei ging der Anruf von einer Telefonzelle in Arendsee aus.

Von Birte Grote und Melanie Friedrichs

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