Arbeiten am technischen Denkmal neigen sich dem Ende entgegen

Bockwindmühle wird auf sichere Füße gestellt

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Klaus Lühe zeigte gestern Vormittag die vom Schwamm zerfressene Kreuzschwelle.

swz Arendsee. „Ich freue mich sehr, dass die Arbeiten an der Bockwindmühle bald abgeschlossen werden, damit wieder Besucher das Bauwerk aus dem Jahre 1731 besichtigen können“, freute sich Hobbymüller Klaus Lühe gestern über den bevorstehenden Abschluss der Sanierungsarbeiten.

Wegen Schwammbefall an den tragenden Kreuzschwellen am Fuß konnte das Denkmal in den vergangenen Monaten nur eingeschränkt besichtigt werden. Daher hatten sich besonders Klaus Lühe und Winfried Füchsel für eine schnellstmögliche Reparatur an der Mühle bei der Stadt eingesetzt.

Noch muss die Mühle an der Alten Poststraße abgestützt werden.

Von dort gab es Hilfe, da es sich um einen touristischen Anziehungspunkt handelt. Doch die leere Stadtkasse machte ein Sanieren zunächst unmöglich, mit Privatspenden konnte das Problem gelöst werden. Rund 7500 Euro flossen. „Ich kann den uneigennützigen Spendern, die nicht nur aus Arendsee kommen, nur danken. Denn ohne ihre Hilfe wär das technische Denkmal wie so vieles andere auch eines Tages vom Sturm umgeworfen worden“, so Klaus Lühe. Eine Zimmerei aus Bismark hat die nötigen Erfahrungen und setzt die Arbeiten nun um.

Die Konstruktion musste zunächst abgestützt und mit Winden wieder gerade ausgerichtet werden. Auch die Mühlentreppe ist wieder intakt. „Es besuchen sehr oft Schulklassen und Familien mit Kindern, aber auch ältere Menschen die Mühle und da war es mir wichtig, dass es einen sicheren Zugang gibt“, betonte Klaus Lühe, der ein Enkel des letzten Mühlenbetreibers ist und diese 1952 noch in Aktion erleben konnte.

Die schwammbefallene Kreuzschwelle aus massivem Eichenholz wurde erst während der Sanierung 1992 in das Fußkreuz eingebaut. Daher wird angenommen, dass der Stamm bereits eine nicht erkannte Vorschädigung gehabt haben könnte. Am heutigen Freitag wird die neue, etwa sieben Meter lange Schwelle eingesetzt und der Mühlenkörper wieder mit seinem Tragwerk kraftschlüssig verbunden.

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