Hotelier fordert gepflegteren Promenadenweg rund um den Arendsee

„Bis zum Saisonstart muss etwas passieren“

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Noch wurden nicht alle Sturmschäden beseitigt. Da immer wieder schwere Technik im Einsatz ist, gilt es, auch Spuren zu verfüllen.

Arendsee. Vor über zehn Jahren wurde der Seeweg auf Vordermann gebracht. Nicht nur seitdem warb Burkhard Bannier vom Flair-Hotel Deutsches Haus bei seinen Gästen immer wieder für die Spaziergänge an der „blauen Perle“.

Doch inzwischen kann er dies nicht mehr uneingeschränkt tun. „Der Zustand ist nicht optimal“, spricht der Geschäftsmann Unebeneinheiten, Pfützen und Spurrinnen an. 

Burkhard Bannier wünscht sich einen intakten Seeweg.

Bei den Stürmen im vergangenen Herbst hat der Rundkurs weiter gelitten. Noch immer liegen Baumreste am Rand, Stümpfe ragen aus dem Boden, und bereits angesägte Stämme machen keinen vertrauenswürdigen Eindruck. „Dabei sind die Voraussetzungen doch eigentlich gut. An einem See so dicht heranzukommen und die Uferpromenade öffentlich genießen zu können ist keine Selbstverständlichkeit. Das gibt es nicht an jedem Gewässer“, so Burkhard Bannier und wünscht sich von der Stadt, diesen Vorteil nicht durch mangelhafte Pflege zu verschenken: „Bis zum Saisonstart muss etwas passieren.“

Dieser erfolgt am 1. April, wenn die Einheitsgemeinde wieder Kurtaxe haben will. Für Kinder ab sechs Jahren werden 0,60 Euro pro Übernachtung fällig. Gäste, die 16 Jahre und älter sind, zahlen 1,20 Euro. Auf der Internetseite des Luftkurortes Arendsee heißt es, dass mit diesen Einnahmen unter anderem die Sauberkeit in der Region gewährleistet werden soll.

Die Stadt warnt seit Monaten vor Betreten des Seeweges.

Reparaturarbeiten entlang des Seeweges und am besten eine komplette Sanierung wie es sie zuletzt vor über zehn Jahren gab: Das schwebt dem Hotelier vor. Das damals aufgetragene Hansegranulat hält zwar keine Ewigkeit, hatte sich aber trotzdem bewährt und den Komfort auf der knapp zehn Kilometer langen Runde deutlich erhöht. Immer wieder gab es lobende Äußerungen von Gästen.

Inzwischen ist diese Schicht aber vermodert. Davor wurde beim Aufbringen ausdrücklich gewarnt. Es gab den Tipp, herabfallendes Laub immer wieder zu beseitigen, dies erhöt die Haltbarkeit der Strecke. Dafür wurde eigens Technik angeschafft, das Granulat ist trotzdem vielerorts weg.

Burkhard Bannier ist es zudem wichtig, über solche offensichtlichen Probleme auch offen zu sprechen und gemeinsam Lösungen zu diskutieren. Nach AZ-Recherchen war der Seeweg, dessen immer schlechter werdender Zustand unübersehbar ist, unter Stadträten und Verwaltung in den vergangenen Wochen Thema – nicht öffentlich. Auch über mögliche Kosten sei bereits gesprochen worden. Was die Finanzierung angeht, könnte die jüngste Sitzung des Kreistages ein Fingerzeig gewesen sein. Dort hieß es, man wolle mit Arendsee reden. Hintergrund ist eine Forderung der Einheitsgemeinde, der Kreis solle dem Luftkurort beim Tourismus mehr helfen. Und zwar mit regelmäßigen Zahlungen. Aus Salzwedel gab es die klare Antwort: Bei konkreten Projekten könnte darüber gesprochen werden, pauschale Gelder gibt es nicht. Das Sanieren des für den Tourismus wichtigen Seeweges wäre solch ein Projekt.

Von Christian Ziems

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