Verkehr soll beruhigt werden / Einwohnerversammlung angeregt / „Jetzige Situation so nicht hinnehmbar“

Birkenhain: Anwohner fordern mehr Ruhe und Mitspracherecht

Der Ordnungsausschuss jüngst am Birkenhain: Dort gibt es weiterhin Gesprächsbedarf.
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Der Ordnungsausschuss jüngst am Birkenhain: Dort gibt es weiterhin Gesprächsbedarf.

Arendsee – Susanne Güde, Karola Kujath und Kerstin Boczek haben in Vertretung der Anwohner des Birkenhains einen Brief verfasst. Darin beklagen sie die zunehmende Verkehrsbelastung.

Traktoren, Busse, Lkw, Camper, Autos mit Boots- beziehungsweise Pferdeanhängern würden verstärkt beobachtet.

Die Anlieger sehen dadurch ihre Wohnqualität eingeschränkt. Zumal die Fahrbahn, auf der maximal 30 km/h erlaubt sind, schmal ist und nicht als Durchgangspiste konzipiert wurde. Vielen ist diese Abkürzung, um von der Seehäuser Straße in Richtung Schiff „Queen“, Strandbad, Kindererholungszentrum, Campingplatz und Stadion zu gelangen, aber bekannt. Das merken die dortigen Grundstücksbesitzer.

Ihnen ist vor allem zu schnelles Fahren ein Dorn im Auge. „Wann wurden denn zuletzt der fließende Verkehr (Polizei) und der ruhende Verkehr (Stadt) kontrolliert?“, heißt es in dem Schreiben, das gestern an die Stadt, die Polizei und die Medien verschickt wurde. Deutlich wird darin auch, dass die Menschen grundsätzlich gerne dort leben und dankbar für den Ausbau der Straße sind. Allerdings hätten sie auch 90 Prozent der Kosten getragen. Gefordert wird nun gegenüber der Stadt ein Mitspracherecht. Und zwar im gleichen Maße.

So wird eine Verkehrszählung gefordert. Damit könnte ermittelt werden, wie oft der Bereich als Durchgangsstraße genutzt wird. Daran würden sich die Anlieger auch beteiligen. Den Anfang soll eine Anwohnerversammlung machen, um die Probleme mit der Verwaltung diskutieren zu können. „Wir sind der Meinung, dass die jetzige Situation so nicht hinnehmbar ist“, formulieren es die Betroffenen. Ihnen sei daran gelegen, die Verkehrssituation zu beruhigen, auf welchem Wege auch immer.

Ein Blick in andere Städte zeige, dass bei Anliegerstraßen in Wohngebieten oft auf installierte Huckel gesetzt wird. Diese zwingen Kraftfahrer, auf die Bremse zu treten. Solche Konstruktionen gibt es zum Beispiel in Salzwedel und Osterburg. Kraftfahrer, die dies umgehen wollen, nutzen dann die eigentlichen Durchgangsstraßen, auch wenn damit ein kleiner Umweg verbunden ist – diese Erfahrung wurde vielerorts gesammelt und die Schwellen nicht entfernt. cz

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