Bahnstrecke Salzwedel-Arendsee: Unmut über Nein des Kreis-Wirtschaftsausschusses

„Beim besten Willen nicht seriös“

Ob jemals wieder Züge zwischen Salzwedel und Wittenberge fahren, ist ungewiss. Die Deutsche Regionaleisenbahn und der Deutsche Bahnkunden-Verband machen Werbung für ein Reaktivieren der Strecke. Die Einheitsgemeinden Salzwedel und Arendsee sowie der Altmarkkreis scheuen sich vor den Kosten. Foto: Archiv / hey

Salzwedel / Arendsee. Mit Unverständnis hat der Deutsche Bahnkunden-Verband Altmark-Wendland auf das Votum des Kreis-Wirtschaftsausschusses gegen eine Reaktivierung der Bahnstrecke Salzwedel-Arendsee reagiert.

In einem Schreiben an Landrat Michael Ziche wirft Vorstandsmitglied Michael Schrader der Verwaltung „offenkundige fachliche Defizite“ in den Unterlagen vor. Außerdem habe die Deutsche Regionaleisenbahn (DRE) diese erst am Tag der Sitzung erhalten und konnte so nicht reagieren.

Der Kreis-Wirtschaftsausschuss hatte am 20. März einstimmig gegen das Bahnprojekt gestimmt. Vor allem wegen befürchteter Mehrkosten von 1,1 Millionen Euro.

Für den Bahnkunden-Verband werde Arendsee so künftig an Bedeutung für Reisende verlieren. Die Kostenkalkulation sei „beim besten Willen nicht seriös“, so Schrader: „Für die Gemeinden entstehen keine Kosten. Die DRE wird die Eigenanteile übernehmen.“

Unterdessen hat Schrader nach eigener Aussage mehr als 2 300 Unterschriften pro Bahn gesammelt. Diese will er am 3. Mai an den Landrat übergeben.

Von Jens Heymann

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