Norman Klebe sieht Warmwasserquelle wegen Nutzungskonflikten in Gefahr

„Bei CO2-Verpressung gibts kein Thermalbad“

+
Wie ein Bild aus vergangenen Zeiten: Im Sommer 1999 feierten die Arendseer mit vielen Gästen auch aus der Landespolitik das Thermalwasserfest. Es waren die Zeiten der Hoffnung – nun droht der Idee die Kohlendioxid-Verpressung und damit das Aus.

Arendsee / Magdeburg. Arendsees Bürgermeister Norman Klebe hat vor dem Ausschuss für Wissenschaft und Wirtschaft Stellung gegen eine geplante Kohlendioxid-Verpressung in der Altmark bezogen.

Bereits im August 2010 hatte sich der Stadtrat der Seestadt einstimmig gegen ein Verbot der sogenannten CCS-Technologie ausgesprochen – und daran, so Klebe, habe sich auch mittlerweile nichts geändert. Im Gegenteil: Es geht um ein umstrittenes Projekt, das vor den Türen Arendsees liegt. In Mahlsdorf sei alles dafür vorbereitet, die Verpressung zu beginnen.

Und das stinke den Arendseern auch im Hinblick auf eine mögliche Nutzung des Thermalwassers, das im Bereich Arendsees nachgewiesen ansteht. Bedingt durch die „Norddeutsche Platte“ stehe bereits in geringen Tiefen ein erhebliches Wärmepotential an, das geothermisch genutzt werden kann.

„Im Hintergrund der anstehenden auf Bundesebene verkündeten Energiewende sollen alternative Ernergieträger weiter erforscht werden. Die Tiefengeothermie drängt sich für die Region geradezu auf“, so Klebe vor dem Ausschuss in Magdeburg.

Von Harry Güssefeld

Mehr dazu lesen sie in der Dienstagsausgabe der Altmark-Zeitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare