Arendsee sichert Kindern ab vollendetem 1. Lebensjahr eine Betreuung zu

Bei Bedarf gibts den Platz

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In der Mechauer Kindereinrichtung wurde gestern ein Indianerfest anlässlich des heutigen Kindertages gefeiert. Die Mechauer Einrichtung gehört zu den am besten ausgelasteten Tagesstätten in der Einheitsgemeinde.

Arendsee. 447 Kinder werden mit gestrigem Stichtag in den sieben Kindereinrichtungen der Einheitsgemeinde Arendsee betreut. Hat die Stadt Arendsee Probleme, die Forderungen des Bundes umzusetzen, ab 1. August im Bedarfsfall jedem Kind mit vollendetem 1. Lebensjahr einen Betreuungsplatz zuzuordnen?

Hauptamtsleiter Andreas Koch sieht bei der Umsetzung keine Probleme. „Es ist bei uns so, dass wir auf jeden Fall einen Betreuungsplatz zur Verfügung stellen können. Ich betone einen Platz, nicht unbedingt den Wunschplatz der Familie“, so Koch gestern auf Nachfrage der AZ. Wenn in der gewünschten Einrichtung gerade kein Platz frei ist, dann könne man sich auch in eine Warteliste eintragen oder das Kind zunächst in einer anderen Kita unterbringen, bis ein Platz am Wunschort frei ist – wenn es noch gewünscht ist.

Die Situationen in den Kindereinrichtungen ändern sich schnell. Abgänge, Zugänge – wer sicher gehen will, ob ein Platz frei ist und wo, sollte das Gespräch in der Verwaltung suchen, hieß es gestern.

Großer Andrang herrscht derzeit im Hort, der sich auf dem Gelände der Grundschule in Arendsee befindet. Aktuell sind es 119 Mädchen und Jungen, die dort nach der Schule eine Betreuung finden. „Von den 45 Abc-Schützen, die im Sommer in die Schule kommen, haben wir bereits 27 Hortanmeldungen“, so Bettine Tröster aus dem Bereich Schule und Kultur.

Zurück zu den Tagesstätten. „Für 110 Kinder ist der Ersatzbau an der Mühle konzipiert“, so Koch. Er soll als Ersatz für die Einrichtungen „Zur Mühle“, der „Linde“ und der Schramper Einrichtung „Zum Fliegenpilz“ dienen. Derzeit werden an den drei Orten 133 Kinder betreut. „Wir werden diese Kapazitätsgrenze in der neuen Einrichtung sicherlich sofort erreichen, aber wir können auch nicht größer planen, wenn die Zahlen es in Zukunft nicht hergeben“, erklärte Koch die Differenz. Die Verwaltung war im Zuge der Planungen gezwungen, nachzuweisen, dass 25 Jahre nach dem Bau noch mindestens 70 Prozent der Plätze belegt sind. „Nun ist das sicherlich schwer, aber auch angesichts des vorhergesagten Bevölkerungsrückganges durften wir nicht zu hoch planen“, meint Koch. Natürlich wäre diese Vorgehensweise völlig falsch, wenn in den nächsten Jahren die Frauen überdurchschnittlich Kinder bekommen. Doch auch dafür gebe es keine Hinweise, schmunzelt Koch.

Gut ausgelastet sind derzeit die Tagesstätten in Mechau und Fleetmark, ungeachtet der Unterschiede nach Kindergarten und Kinderkrippe. So gibt es unter anderem noch freie Plätze in den Horteinrichtungen in Binde und Fleetmark.

Von Harry Güssefeld

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