Stadt rechnet sich für zwei Projekte gute Chancen aus

Baurennen um Dessauer Worth und Bahnhofstraße

Der Dessauer Worth ist marode, die Feuerwehrfahrzeuge müssen von der neuen Halle über die Holperpiste. Die Stadt hält am Ausbau fest, will dafür Fördermittel und plant die Sanierung für die gesamte Strecke bis zur Mühlenstraße. Fotos (2): Ziems
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Der Dessauer Worth ist marode, die Feuerwehrfahrzeuge müssen von der neuen Halle über die Holperpiste. Die Stadt hält am Ausbau fest, will dafür Fördermittel und plant die Sanierung für die gesamte Strecke bis zur Mühlenstraße.
  • VonChristian Ziems
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Arendsee. Die Straße Dessauer Worth steht bei den Sanierungsplänen der Kommune ganz weit oben, das Land will auf der L 1 im Bereich der Bahnhofstraße weiter machen. Die Frage, welche Fahrbahn zuerst auf Vordermann gebracht wird, kann derzeit noch nicht beantwortet werden. Doch in beiden Fällen bewegt sich etwas.

Der holprige Gehweg an der L 1 ist den Stadtverantwortlichen seit Langem ein Dorn im Auge. Der Ausbau rückt in greifbare Nähe.

Was die Landesstraße 1 angeht, gibt es positive Tendenzen von der zuständigen Behörde, wie Arendsees Bürgermeister Norman Klebe im AZ-Gespräch verriet. Die Bahnhofstraße rückt dabei ins Blickfeld. Nach dem Bau zwischen Kreisel und Feuerwehr steht nun der Abschnitt vom Gerätehaus bis zu den Bahnschienen an. Norman Klebe zeigte sich optimistisch, dass in den Jahren 2018 und 2019 gebaut wird. Bis dahin gilt es, die Details zu planen. Während sich das Land um die Fahrbahn kümmert, sind Anlieger und Gemeinde im Nebenbereich gefragt. Dazu gehören Gehweg, Lampen und Regenentwässerung. Die Stadt ist bereits dabei, finanzielle Weichen zu stellen. Um den Eigenanteil trotz knapper Kassen zu stemmen, wurden Fördermittel beim Landkreis beantragt und die erste Hürde genommen. Arendsee hat einen Platz im Mehrjahresprogramm. 2018 könnten 23 000 Euro, 2019 207 000 Euro fließen. Die Ausbaulänge beträgt 475 Meter.

Beim Dessauer Worth gelang es hingegen bislang nicht, Fördermittel zu bekommen. Daran änderte auch ein Gespräch zwischen Stadt und Kreis nicht. Ein Grund dafür: Es handelt sich nicht um eine Durchgangsstrecke. Allerdings hatte Landrat Michael Ziche vor einigen Wochen erklärt, dass auch über Ausnahmen diskutiert werden könnte. Dies schürt im Arendseer Rathaus Hoffnungen. Dort gab es in der Vergangenheit mehrere Pläne. Der Preisgünstigste: der kurze Abschnitt zwischen Bahnhofstraße und der neuen Feuerwehr-Fahrzeughalle. Dieses Objekt ist auch der Hauptgrund für die intensiven Sanierungspläne. Doch Norman Klebe favorisiert den kompletten Ausbau. Dies bedeutet: von der Bahnhof- entlang der Feld- und Schulstraße bis zur Mühlenstraße. Eine erste Kostenschätzung bewegt sich in Richtung 300 000 Euro.

Von Christian Ziems

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