Aktion zwischen Ritzleben und Binde / Landwirte wollen mitreden

Bauern protestieren für ihre Sache

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Landwirte aus der Region haben zwischen Ritzleben und Binde für ihre Sache demonstriert. Foto: Schwarz

Binde / Ritzleben – Mehr als 20 Landwirte mit ihren Traktoren und teilweise auch mit Geräten standen am Dienstag an der B 190 auf einem Feld zwischen Binde und Ritzleben und protestierten gegen die derzeitige Landwirtschaftspolitik.

Zwischen 10 bis 16 Uhr machten sie abwechselnd am Straßenrand mit ihren Plakaten auf sich und ihre Forderungen aufmerksam. Dass diese Forderungen auch in der Bevölkerung akzeptiert werden, war am freundlichen Hupen oder Zurufen zahlreicher Autofahrer wiederholt zu merken.

„Dies ist die Fortsetzung der Demonstrationen in Berlin. Seitdem hat sich ja nicht viel getan“, betonte Landwirt Christoph Deckert- Schulz. Er und seine Mitstreiter betonten, dass sie es falsch finden, dass die Arbeit der Landwirte nicht ausreichend gewürdigt werde. Auch die produzierten Lebensmittel würden in der Gesellschaft nur wenig wertgeschätzt. „Es muss sich etwas ändern“, forderten sie.

Rolf Tegelbeckers aus Rademin stand einige Stunden mit seiner Technik im Camp an der B 190. Ihn stört unter anderem, dass Landwirte als Umweltverschmutzer dargestellt würden. „Auch wir brauchen für unsere Landwirtschaft eine saubere Umwelt. Wer fragt eigentlich, wie die Produkte in Südamerika, den USA und anderswo hergestellt werden?“, regte er an. Die Bauern stören sich daran, dass sie bei Fragen zu Landwirtschaft und Umweltschutz nur wenig involviert seien und alles, wie sie betonten, über ihre Köpfe hinweg entschieden werde.

VON ECKEHARD SCHWARZ

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