In der Westernstadt Cody bei Bretsch entstanden Windrad und Galgen /Goldförderturm geplant

Bauboom auf dem Little Big Horn

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Buffalo Bill (l.) und Bernhard Wahliß vom Verein „Wilder-Westen-Bretsch“ bei einer Arbeitspause. Die kleine Stadt Cody bei Bretsch wird zur neuen Saison herausgeputzt.

Bretsch. Wenn auch viele Kommunen über zu wenig Geld klagen – in Cody wird kräftig investiert. Die Westernstadt erlebte noch einmal einen Boom, dank der unermüdlichen Arbeit der Mitglieder um ihren Chef Buffalo Bill.

Im bürgerlichen Leben als Erwin Giggel bekannt, will er den Besuchern in der kommenden Saison einiges Neues bieten. „Wir haben als weithin sichtbares Zeichen ein Windrad aufgebaut“, erzählt der Chef der Wild-West-Freunde der AZ. Zwar eine Attrappe, aber immerhin. Und für die vielen Gangster und Gauner, die die Stadt am Little Big Horn heimsuchen, wurde ein Galgen aufgebaut. „Zusätzlich wird ein Goldförderturm errichtet, im Sommer soll alles fertig sein“, so Buffalo Bill. Im Sommer – das bedeutet vor allem zum großen Westerntreffen vom 5. bis 8. Juli. Dann ist Cody wieder ein Mekka für Freunde des Wilden Westens, die Sehnsucht nach Freiheit haben und in Gedanken an eine Zeit schwelgen, in der Indianer und Weiße sich unerbittliche Kämpfe lieferten.

Wer durch Cody geht, der wird in eine andere Zeit versetzt. Die Details sind wichtig. Der Saloon als Mittelpunkt des Ortes wird derzeit komplettiert, das Etablissement für einsame Herzen erhält einen neuen Anstrich. Wer sich schon jetzt einen Eindruck von Cody verschaffen möchte, ist am Osterwochenende willkommen. Ein Spaziergang durch Cody wird sicherlich zu einem Erlebnis für die ganze Familie.

„Ich möchte mich ganz besonders bei den vielen Helfern bedanken, speziell bei Bruno Roger aus Polkau und der Agrargenossenschaft von Karsten Pengel“, so Buffalo Bill. In dem Zusammenhang fielen auch die Namen von Horst Henning aus Losse und August Lüdecke aus Dewitz. „Ohne diese Menschen wäre die Umsetzung unserer doch verrückten Ideen nicht möglich gewesen“, sagte der Chef der Westernstadt.

Das Lebenswerk Buffalo Bills nimmt neue Formen an. Wird noch schöner, noch interessanter – doch ohne Sponsoren und finanzielle Mittel gäbe es auch in Cody nur noch Stillstand.

„Ein Besuch bei uns lohnt sich, oft sind unsere Mitglieder da, die gern Auskunft geben“, so Buffalo Bill, der am Geländer des „Bordells“ weiter malerte.

Die Stadt Cody als gelungene Kopie des Ortes in Wyoming/USA ist mehr als ein Versuch. Es ist einfach perfekt. Nordamerika kann so nah sein.

Von Harry Güssefeld

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