Details zur Sanierung der Bahnhofstraße: Versetzter Zebrastreifen, frisches Grün und neuer Gehweg

Bauabschnitt IV: 2019 geht es los

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Planer Artur Bräsel (3.v.r.) stellt Jörg Benecke (v.l.), Uwe Walter, Monika Günther, Birgit Beyer, Norman Klebe und Dieter Bolle die Pläne zur Sanierung der Bahnhofstraße vor.

Arendsee. Die Arendseer Bahnhofstraße soll weiter saniert werden, das steht fest. Wie genau die Planungen zum Abschnitt Nummer vier aussehen, wurde dem Bauausschuss durch Planer Artur Bräsel am Dienstagabend vorgestellt.

Um die insgesamt 475 Meter der Hauptzufahrtsstraße nach Arendsee überhaupt finanzieren zu können, wurden Fördermittel beim Landkreis beantragt. 

Arendsee hat einen Platz im Mehrjahresprogramm erhalten. 2018 sollen 23.000 Euro und 2019 207.000 Euro für den Ausbau in die Stadtkasse fließen. „Wir rechnen damit, dass wir im Jahr 2018 mit der Vorbereitung und Planung fertig sind“, berichtete Bürgermeister Norman Klebe. Ab 2019 würden dann auf der Bahnhofstraße die Bagger anrollen.

Die Anordnung der Parknischen und Grünstreifen war für die Ausschussmitglieder ein wichtiges Thema. Stadtrat Jens Reichardt schlug vor, den kleinen Parkplatz vor der Apotheke als Behindertenparkplatz auszuweisen. Das solle vor allem Gehbehinderten den Weg zur Apotheke erleichtern – falls der Platz nämlich zugeparkt sei, müssten sie den wesentlich beschwerlicheren Weg vom NP-Parkplatz nehmen.

Die alten und kranken Bäume an der Bahnhofstraße kommen runter. Sie werden durch junge Gewächse ersetzt.

Auch der anliegende Zebrastreifen wurde thematisiert. Uwe Walter und Norman Klebe wiesen darauf hin, dass der Übergang vor allem durch die Sekundarschüler genutzt würde. Sie überqueren die Straße, um zum Busbahnhof zu gelangen. Der gekennzeichnete Übergang soll weiter in Richtung Bahnhof verlegt werden. „Wir werden dafür keine Alternative haben, denn ein sicherer Schulweg ist notwendig“, betonte Uwe Walter. Gemeinsam mit den Lehrern soll ein sicherer und vielgenutzter Überweg geplant werden.

Da das Land die Fahrbahn saniert, will die Seestadt den Gehweg in einem Rutsch gleich mitgestalten. Die Eckdaten stehen: Er wird zwischen 1,50 und zwei Metern breit sein und aus Betonverbundpflaster bestehen. Aus Kostengründen schlug Bauamtsleiterin Monika Günther vor, die Gehwege nicht wie in der Friedensstraße mit teuren Betonsteinen herzustellen.

Da nach ersten Erkenntnissen bis auf zwei Eichen an der Bahnhofstraße alle Bäume alt und krank sind, sollen die Gewächse gefällt werden. Sie werden durch junge Bäume ähnlich wie an der Töbelmannstraße ersetzt. Jens Reichardt betonte in diesem Zusammenhang, dass dabei vor allem auf ein einheitliches Erscheinungsbild geachtet werden sollte.

Die Einmündung zum Dessauer Worth soll vor allem für passierende Einsatzfahrzeuge deutlich breiter werden.

Kopfzerbrechen bereitet dem Bauausschuss die Einmündung des Dessauer Worth auf die Bahnhofstraße. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Bereich der Feuerwehrausfahrt. Diese soll mitsaniert werden, vor allem eine ausreichend breite Einmündung für die Löschfahrzeuge auf die Bahnhofstraße sei wichtig. Geplant ist, die Planung am Dessauer Worth vorzuziehen und spätestens 2019 mit auszuführen. Ebenfalls 2019 könnten auch die Sanierungsarbeiten von der Bahnhofstraße bis zur Auffahrt des NP-Parkplatzes fortgeführt werden. Ob diese beiden Vorhaben wie gewünscht mit in das Sanierungskonzept des vierten Bauabschnittes einfließen können, blieb während der Sitzung des Fachausschusses am Dienstagabend offen.

Weitere Punkte der Bauausschusssitzung waren erste Ergebnisse zur Prioritätenliste für Straßenbaumaßnahmen. In der Beratung wurden Vorhaben in Sanne und Kerkuhn sowie in Kläden mit aufgenommen. Die umfangreiche Prioritätenliste wird auf einer der nächsten Bauausschusssitzungen ein gesondertes Thema sein.

Von Eckehard Schwarz

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