Landestraßenbaubehörde gibt grünes Licht für 817.000 Euro teure Investition

Bahnhofstraße wird fünf Monate lang ausgebaut

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An der Bahnhofstraße befinden sich mehrere Unternehmen wie Supermarkt, Tankstelle und Apotheke. Die Straße soll inklusive der Wasser- und Abwasserleitungen grundhaft ausgebaut werden. Die mächtigen Bäume am Straßenrand verschwinden.

Arendsee. Über Jahre war sie immer wieder Thema, nun rückt der weitere Ausbau in greifbare Nähe: Die Bahnhofstraße soll ab März 2019 fünf Monate lang vom Feuerwehrgerätehaus bis zu den Bahnschienen ausgebaut werden.

Diesen Zeitrahmen nannte Manfred Krüger, Leiter der Landestraßenbaubehörde, Regionalbereich Nord. Er verriet auf Nachfrage der AZ weitere Details.

Demnach soll das letzte Teilstück der L1 in der Ortslage Arendsee auf einer Länge von 338 Metern erneuert werden. Dabei geht es nicht nur um die Fahrbahn und die zum Teil schiefen Gehwege, die zur Stolpergefahr geworden sind. Auch die Trinkwasserleitung, die damit verbundenen Hausanschlüsse sowie die Anschlüsse für Schmutzwasser, inklusive der Hauptleitung, sind sanierungsbedürftig. Der Wasserverband Stendal-Osterburg lässt sie neu bauen. Der dritte Partner für das umfangreiche Projekt ist die Stadt Arendsee. Sie soll sich um die maroden Nebenanlagen kümmern und bekommt dafür unter anderem Fördermittel, die bereits zugesichert wurden.

Der Gehweg ist seit Jahren uneben. Dieser Zustand wurde von Arendseer Stadträten immer wieder kritisiert.

817.000 Euro werden nötig sein, so die aktuelle Einschätzung der Behörde. Den größten Teil trägt das Land, die Stadt sitzt mit 264.000 Euro und der Wasserverband mit 203.000 Euro im Boot. Die Vorstellungen, wie dieser Teil der Bahnhofstraße künftig aussehen wird, sind klar. Die Fahrbahn bekommt eine neue Oberfläche mit einer Breite von 6,70 Metern. Darin eingeschlossen sind beidseitige Pendelgossen. Die neuen Gehwege, die in Verantwortung der Kommune liegen, erhalten eine Breite von 1,40 bis 1,50 Metern. Im Bereich der Tankstelle wird ein Längsparkstreifen angeordnet – bereits jetzt dürfen Pkw dort abgestellt werden.

„Die Entwässerung der Fahrbahn erfolgt entsprechend dem Quer- und Längsgefälle über die Gosse aus Betonsteinpflaster in Straßenabläufe, die an den vorhandenen Mischwasserkanal angeschlossen werden“, informiert Manfred Krüger weiter. Und: Alle jetzigen Bäume werden gefällt. Für sie sind Ersatzpflanzungen geplant.

Die Kraftfahrer müssen sich während der Bauphase, die nach jetzigem Stand bereits Anfang März beginnen könnte, auf Umleitungen einstellen. Der übrige Teil der L1, die durch Arendsee verläuft, wurde in den vergangenen Jahren stückweise auf Vordermann gebracht. Dazu gehören ein Teil der Friedensstraße sowie die Töbelmannstraße und der Mini-Kreisel am „Haus des Gastes und der Begegnung“.

Von Christian Ziems

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