Landesbehörde macht Projekt von Finanzen abhängig / Planungen laufen

Bahnhofstraße: Ausbau frühestens 2019

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Die Bahnhofstraße soll zwischen Bahnschienen und dem alten Feuerwehrgerätehaus ausgebaut werden. Noch ist aber unklar, wann dies geschieht. Vieles hängt von Landesfinanzen ab. 

Arendsee. Die Bahnhofstraße in Arendsee wird 2018 nicht ausgebaut. Das machte Manfred Krüger, Leiter der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt Nord, im Gespräch mit der Altmark-Zeitung deutlich. Diese ist zuständig, da es sich um eine Landesstraße handelt.

In den nächsten Monaten soll geplant werden, eine erste Kostenschätzung geht von rund 800 000 Euro Investitionsbedarf aus.

Der Behördenleiter informierte über Fakten, die bereits feststehen. So wird nicht nur die Fahrbahn abgefräst, ein grundhafter Ausbau mit komplett neuer Straße ist vorgesehen. Der künftige Baubereich beginnt an der bereits sanierten Fahrbahn vor dem Gerätehaus und endet an den Bahnschienen. Das Stück bis zum Ortsausgang und weiter zur Bundesstraße 190 ist kein Bestandteil des Projektes.

Ob nach der Planung 2018, 2019 Fachleute vor Ort loslegen, ist unklar. Dies hänge davon ab, ob genügend Geld vorhanden ist. Die Experten gehen davon aus, dass der Bau unter Vollsperrung vollzogen wird. Über diesen Abschnitt der Landesstraße 1 sind zwei Supermärkte, eine Tankstelle, eine Arztpraxis, eine Apotheke sowie weitere Gewerbetreibende zu erreichen.

Während sich das Land um die Fahrbahn kümmert, ist die Einheitsgemeinde für Nebenanlagen verantwortlich. Dabei werden auch Beiträge von Anliegern fällig. Die Kommune hat sich für ihren Anteil bereits Fördermittel gesichert. Auf der aktuellen Kreisliste des Gesetzes zur Finanzierung von Investitionen des kommunalen Straßenbaus ist „Ortslage Arendsee, Weiterführung Ausbau Reststück L1, Gehweg/Kreuzungsausbau“ vermerkt. Demnach sollen 2018 23 040 Euro und 2019 207 360 Euro in die Stadtkasse fließen. Die Gehwege wurden immer wieder kritisiert. Diese sind zum Teil wie am Parkplatz des NP-Marktes nicht befestigt und an anderen Stellen werden alte Steine zu Stolperfallen. Vor einigen Jahren testeten Stadträte die Strecke mit Rollstühlen und Gehhilfen. Sie sahen Investitionsbedarf.

Die Einheitsgemeinde soll sich aber nicht nur darum kümmern. Wie Manfred Krüger deutlich machte, gehört zum vorgesehenen Projekt auch der Neubau eines Regenwasserkanals. Auftraggeber dafür soll die Kommune sein. Das Land werde sich aber anteilig an den Kosten beteiligen, wie es seitens der Straßenbaubehörde heißt.

Von Christian Ziems

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